Kleine Geburten-Sensation
Drilling Vater von Drillingen

Leopold, Lena und Lukas (von links) sind das vierte Drillingspaar, das seit dem Jahreswechsel im Klinikum auf die Welt gekommen ist. Das Besondere an den Kleinen: Ihr Papa Tobias arbeitet nicht nur im Klinikum, er ist zudem selbst ein Drilling. Bilder: Stephanie Gräß/Klinikum (2)
 
Mama Catherine, Bruder Felix und Papa Tobias freuen sich über den Familienzuwachs im Hause Meindl.

Zum Jahreswechsel waren im Klinikum gleich drei Drillings-Trios auf die Welt gekommen. Doch es geht noch spektakulärer: Tobias Meindl, der Papa des aktuellen Baby-Dreierpacks, ist selbst ein Drilling.

Innerhalb von nur zehn Wochen meldete die Pressestelle des Klinikums am Mittwoch die vierte Drillingsgeburt. Leopold, Lena und Lukas haben Traummaße: 45 Zentimeter/1890 Gramm, 41 Zentimeter/2160 Gramm und 42 Zentimeter/1945 Gramm. Drei auf einen Streich - daran hätten die Eltern laut Klinikumssprecherin Stephanie Gräß nicht einmal im Traum gedacht.

Mama Catherine blickt zurück: "Beim ersten Ultraschall meinte die Ärztin: ,Ich sehe ein Herz schlagen'. Da haben wir uns total gefreut und hatten Tränen in den Augen. Dann meinte die Ärztin: ,Ich seh' noch ein Herz schlagen'. Da waren die Tränen dann wieder weg und wir haben uns gedacht, dass wir das schon schaffen. Als sie dann sagte: ,Da ist noch ein Herz, das schlägt', hat mein Mann gesagt: Jetzt ist aber Schluss."

Nach ein oder zwei Tagen hatten die werdenden Eltern es dann realisiert und freuten sich. Sie bekommen Drillinge. Für Papa Tobias nicht außergewöhnlich - er selbst ist auch ein Drilling: "Wir haben damit zwar nicht gerechnet, aber für mich war es dann von Anfang an auch nicht befremdlich. Wir sind insgesamt sieben Geschwister und verstehen uns alle sehr gut." Ein Drillingsbruder, der in Rostock lebt, habe sich zum Beispiel ohne Absprache schon mal die gleiche Kaffeemaschine gekauft oder fast zeitgleich genau das gleiche Auto: "In der gleichen Farbe wie ich."

Apropos Auto: Das war die erste Anschaffung nach der guten Nachricht. In den neuen Bus passen jetzt alle rein: Mama, Papa, die Drillinge, ihr großer Bruder Felix und Hund Paula. "Gott sei Dank waren wir gerade beim Hausumbau - da konnten wir die Kinderzimmer noch einplanen." In der 34. Schwangerschaftswoche hatten die Drillinge dann ihren ersten großen Auftritt mitten in der Nacht. Bei der Entbindung lief alles glatt - für Tobias, der selbst im Klinikum arbeitet, fast ein Heimspiel.

Leopold, Lena und Lukas befinden sich laut der Pressemitteilung noch auf der Kinderintensivstation, es gehe ihnen aber gut: "Sie haben keine Atem- oder Herzprobleme und brauchen keine Infusionen. Sie müssen nur noch ein bisschen Gewicht zulegen." Dass sie die Babys nicht gleich mit nach Hause nehmen dürfen, war den Eltern klar. "Nach der Diagnose ,Drillinge' wussten wir, dass die Kinder wahrscheinlich früher kommen und dann auf die Kinderintensivstation müssen", wird die Mutter zitiert. Und einer freut sich ganz besonders darüber, dass er die Mama daheim noch eine Zeit lang ganz für sich alleine hat: Felix, der dreijährige große Bruder der Drillinge. Er konnte seine Geschwisterchen anfangs nur per Video sehen, weil er wegen der Infektionsgefahr nicht auf die Kinderintensivstation durfte. Jetzt hat er die drei aber auch schon zu Gesicht bekommen und durfte seinem kleinen Bruder Leopold sogar schon das Fläschchen geben. Mit Lena war Felix vor der Geburt erstmal nicht einverstanden: "Er wollte eigentlich nur Brüder", lassen die Eltern wissen. "Die Lena wollte er gleich an eine Bekannte verschenken. Mittlerweile freut er sich aber auf alle drei, Lena soll sogar neben ihm im Auto sitzen."

Ende dieser Woche geht es für die Drillinge nach Hause. Und die weitere Familienplanung? "Auch wenn ich selbst aus einer Großfamilie mit sieben Kindern komme und das für uns Kinder immer toll war: Hier ist für uns jetzt Ende. Unser Haus reicht nur für vier Kinderzimmer", räumt Papa Tobias ein. "So wie es jetzt ist, zu sechst, so ist es sehr gut für uns."
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