Klinikum St. Marien
Prof. Dr. Georg Späth geht in den Ruhestand

Georg Späth. Bild: Gräß/Klinikum
Nach fast genau 17 Jahren als Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie verabschiedet sich Prof. Dr. Georg Späth im August in den Ruhestand. Das teilte das Klinikum am Montag mit. Bevor er im Oktober 1999 die Chefarztstelle antrat, war er als stellvertretender Direktor an der Klinik und Poliklinik für Chirurgie der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn tätig.

Späth hat laut dem Schreiben aus St. Marien das Behandlungsspektrum am Klinikum deutlich erweitert - um die Bauchspeicheldrüsen-Chirurgie beispielsweise, ebenso wie um die Speiseröhren-, Leber- und Lungentumor-Chirurgie. Die sogenannte Schlüsselloch-Methode, die bei operativen Eingriffen mit sehr kleinen Schnitten auskommt, sei unter ihm eingeführt und weiterentwickelt worden.

Eine wichtige Neuerung, die ebenfalls in seine Zeit als Chefarzt fällt, war die Gründung des Darmkrebszentrums. "Als die Deutsche Krebsgesellschaft diese Organzentren eingeführt hat, waren wir in Amberg das zweite in Bayern und erst das zehnte in ganz Deutschland", sagt Späth selbst.

Der 31. August dieses Jahres ist offiziell der letzte Arbeitstag des Chefarztes. Dann heißt es für Prof. Dr. Späth: Loslassen. Nach 17 Jahren gar nicht so einfach, aber "die Medizin lebt davon, dass man sie an die nachfolgende Generation weitergibt. Für einen guten Arzt ist es wichtig, dass er seine Sache gut macht, und aber auch alles, was er kann und weiß, weitergibt."

Von seinem Nachfolger, der noch nicht feststeht, erwartet Prof. Dr. Georg Späth vor allem, dass er das bisherige Behandlungsspektrum im vollen Umfang weiterbetreut und zudem Neues einführt. Für seinen Ruhestand hat sich der Mediziner einiges vorgenommen: "Ich möchte viel reisen." Auch sein Beruf wird dabei eine Rolle spielen: "Ich habe vor, mich ehrenamtlich chirurgisch bei Freiwilligen-Einsätzen zu engagieren. In Afrika oder Südasien beispielsweise."
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