Klostergartenfest wirbt für Bau einer Schule in Kamerun
Alphorn-Schmettern bis nach Afrika

Nicht nur den Buben faszinierten die Instrumente der Hahnbacher Alphornbläser. Auch die Gäste, die weiter hinten im idyllischen Klostergarten für den guten Zweck feierten, waren ganz Ohr.

Alphörner klingen weit. In dem Fall sogar bis nach Afrika. Na ja, zumindest symbolisch sollten sie ihre Töne am Samstagnachmittag bis nach Kamerun tragen und zu den Ohren der Menschen in Amberg und Umgebung.

So war die interkontinentale Verbindung geschaffen, um die es bei diesem Auftritt der Hahnbacher Alphornbläser im Garten des Franziskanerklosters ging. Genauer gesagt stand die Unterstützung für das westafrikanische Land den ganzen Tag über im Mittelpunkt. Das Franziskanische Hilfswerk Lafia feierte sein Klostergartenfest, um damit einmal mehr Kamerun unter die Arme zu greifen.

Rund 360 000 Euro nötig


Bekanntlich hat Pater Janusz Wrobel, der Leiter des Klosters auf dem Mariahilfberg, den Verein zu diesem Zweck gegründet. Wobei es ihm nach dem bereits abgeschlossenen Bau einer Mariahilf-Kirche in Bindiba nun um etwas Neues geht: um die Errichtung einer Schule im Ort Abong Mbang, wo auch die Franziskaner aus seiner polnischen Heimat tätig sind. Sie können zur Realisierung des großen Projekts Unterstützung dringend gebrauchen. Denn wie Pater Janusz informierte, soll der Bau der Schule mit Sportplatz und Nebengebäude voraussichtlich 360 000 Euro kosten. Eine hohe Summe, an der sich neben dem Orden auch Land und Kirche vor Ort beteiligen sollen.

Außerdem sind Spenden nötig, die bei Veranstaltungen und Aktionen für Kamerun zusammenkommen sollen. Auch das Klostergartenfest diente diesem Ziel. Seinen Erlös will Lafia aufs Konto für die Schule fließen lassen, wobei am Samstag kaum eine Minute verging, in der die Mitstreiter des Vereins nicht dafür Werbung machten. Neben Bildern und Berichten aus Kamerun gab es aber auch die Möglichkeit, gemütlich zusammenzusitzen und sich mit Bratwürsten, "Kamerun-Steaks", Kaffee und Kuchen verwöhnen zu lassen.

Dazu spielten am späten Nachmittag auch die Alphornbläser, während es tagsüber unter anderem einen Flohmarkt und den Verkauf von Mariahilf-Rosen gab. Und der majestätische Auftritt der Alphörner passte zu einem weiteren festlichen Anlass, den Pater Janusz bei dieser Gelegenheit mitfeierte.

Pater feiert Priesterjubiläum


Er beging sein 25-jähriges Priesterjubiläum - kürzlich schon bei einem Heimataufenthalt in Krakau -, für das er beim Vorabendgottesdienst in der Bergkirche dankte. Das war auch das Stichwort für alle Spender und Besucher des Klostergartenfests. Ihnen sagte der Guardian zusammen mit den Lafia-Vorstandsmitgliedern vergelt's Gott für ihre Unterstützung.
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