Konzept zur Barrierefreiheit: Stadt stattet exemplarisch ein Amt mit Orientierungshilfen für ...
So fühlt sich die Behörde an

Bei Geschäftsführer Martin Moedel (Dritter von links) informierten sich (von links) Gewerbebau-Geschäftsführer Karlheinz Brandelik, OB Michael Cerny, (von rechts) Georg Dietrich und Tobias Berz als Vertreter des Inklusionsbündnisses und Baureferent Markus Kühne. Bild: hfz

Den öffentlichen Raum bis 2023 barrierefrei auszugestalten: Dieses ehrgeizige Ziel hat die bayerische Staatsregierung für den Freistaat ausgegeben. Das ist jedoch nicht der einzige Grund, der laut einer Pressemitteilung der Stadt Oberbürgermeister Michael Cerny dazu bewogen hat, schon jetzt zu handeln. Vielmehr sei er von der Notwendigkeit dieser Maßnahmen überzeugt und habe deshalb bei der Stadtverwaltung ein Gesamtkonzept zur barrierefreien Ausstattung der Verwaltungsgebäude in Auftrag gegeben.

Parallel dazu sollen erste konkrete Projekte umgesetzt werden. So wird diese Prämisse bereits bei neuen städtebaulichen Maßnahmen wie dem Ausbau des Paulanerplatzes berücksichtigt. Vorgesehen ist, ein schon jetzt barrierefrei zugängliches, häufig frequentiertes Amt zusätzlich mit taktilen Orientierungshilfen für Sehgeschädigte auszustatten. Deshalb ließen sich der OB, Baureferent Markus Kühne, Gewerbebau-Geschäftsführer Karlheinz Brandelik, Hans-Georg Schrüfer, Leiter der Stabsstelle zentrale Dienste, sowie Georg Dietrich und Tobias Berz als Vertreter des Inklusionsbündnisses von der Schilderfabrikation Moedel beraten.

Laut Geschäftsführer Martin Moedel zählt das Unternehmen auf dem Gebiet der Beschilderungs- und Leitsysteme zu den führenden Herstellern Deutschlands. Seit 2007 sind speziell barrierefreie Lösungen im Angebot. Zum Sortiment gehören optische, aber auch haptische Übersichtstafeln, Lagepläne, Bodenleitsysteme und Handlaufbeschriftungen. Wie damit konkret ein Amt ausgestattet werden kann und was dabei zu berücksichtigen ist, will die Stadt anhand der exemplarischen Umsetzung von Maßnahmen in einem publikumsintensiven Bereich untersuchen. Gleichzeitig soll geprüft werden, inwieweit sich durch ein verändertes Raumkonzept die Anzahl der Anlaufstellen und die Verkehrswege in den städtischen Gebäuden reduzieren lassen.
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