Konzert des Ensembles Con Brio
Ode an die Region

Anton Beer Walbrunn (1864-1929) ist als einstiger Lehrerseminarist in Amberg eher unbekannt. Bild: hfz

25 Jahre Ensemble Con Brio (ECB). Zu diesem Jubiläum wenden sich die Musiker Gerda Machmor-Geer, Heidi Braun, Franz Rauch und Peter K. Donhauser der Region zu. In einem Konzert am Sonntag, 9. Oktober, spielen sie ab 19.30 Uhr in der Erlöserkirche (Karten an der Abendkasse) Werke von Franz Gleißner, Anton Beer-Walbrunn und Max Reger sowie von Antonín Dvorák (Amerikanisches Quartett F-Dur op. 96. von 1893).

Franz Gleißner (1761-1818) ist in Neustadt a. d. Waldnaab geboren, zur Ausbildung kam er mit elf Jahren an das kurfürstliche Jesuiten-Gymnasium (heute Erasmus-Gymnasium), wo "er eine ausserordentliche Neigung zur Musik und Dichtkunst zeigte". Die nächste Lebensstation ist ab 1790 München, 1796 gründet er die Firma Gleißner & Senefelder für Noten-Lithografie (Steindruck). Ab 1799 arbeitet er an einem Verzeichnis der Werke Mozarts, das die Grundlage für das Köchel-Verzeichnis werden sollte. Das ECB spielt das dreisätzige Quartett G-Dur op. 13/3, das um 1806 entstand.

Von Anton Beer-Walbrunn (1864-1929) haben die Musiker das groß angelegte 2. Quartett c-Moll op. 6 ausgewählt, das er 1892 komponiert hat. Der Lehrerssohn stammt aus Kohlberg, 1880 besucht er in Amberg das neu gegründete Lehrerseminar (heute Max-Reger-Gymnasium), das er 1883 mit einem herausragenden Examen verlässt. Letztlich wird München seine Heimat, ab 1901 erhält er dort eine Professur. Zu seinen Schülern zählt unter anderem Carl Orff.

Max Regers Bezüge zu Amberg sind bekannt. Von ihm spielt das Ensemble Con Brio fünf kurze Stücke. Es sind selten zu hörende zeitgenössische Arrangements von Harmonium- und Orgelstücken, die das Max-Reger-Institut bereitgestellt hat.
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