Leserbrief
Der FC Amberg sollte sich selbst finanzieren

Zur Berichterstattung über die Ermittlungen gegen Fußball-Regionalligist FC Amberg:

"Kopf in den Sand, ich weiß von nichts! So einfach macht es sich der Vorsitzende des FC Amberg im TV, Thomas Bärthlein. Das glaubt er doch selber nicht. Oder will er uns alle für dumm verkaufen? Jeder, der sich etwas im Vereinsrecht auskennt, weiß, dass Steuerbescheide und auch Strafbescheide immer dem Vereinsvorsitzenden zugestellt werden. Herr Bärthlein hat bestimmt auch den Nachzahlungsbescheid und den Strafbescheid bekommen.

Auch wenn die FC-Verantwortlichen Fragen zu diesen Vorgängen nicht gerne hören und der Presse gegenüber sogar barsch reagieren, müssen diese Fragen erlaubt sein. Im Gegenteil, die FC-Bosse täten gut daran, mehr Transparenz in ihr Vereinsgeschehen zu bringen, da die Öffentlichkeit meines Erachtens zumindest einen moralischen Anspruch darauf hat. Meines Wissens handelt es sich beim FC Amberg im TV immer noch um einen gemeinnützigen Verein, der Spendenquittungen ausstellen darf und auch die normale Sportförderung seitens der Stadt, also Steuergelder, erhält und somit einer besonderen gesellschaftlichen und steuerlichen Verantwortung unterliegt.

Im Zusammenhang mit den Berichterstattungen in den vergangenen Wochen stellen sich dem normalen Betrachter viele Fragen. Wer bezahlt denn eigentlich die nachgeforderten Sozialabgaben und die ausgesprochene Geldstrafe, beide Beträge in einem hohen fünfstelligen Bereich? Von den FC-Verantwortlichen wird der gesamte Vorgang heruntergespielt, tatsächlich handelt es sich um einen Straftatbestand. Das FC-Heim wird im großen Stil saniert. Laut FC-Chef Helmut Schweiger soll der Stadiongaststätte ein Event-Charakter verliehen und ein Lounge-Bereich errichtet werden. Wer bezahlt eigentlich diese Investitionen? Auf der anderen Seite konnte man am 16. November 2015 in der AZ lesen und auch sehen, dass für die Besucher lediglich Dixi-Klos zur Verfügung stehen. Wie passt denn dies zusammen? Jetzt soll ein neues Toilettengebäude errichtet werden. Wer bezahlt das? Etwa die Stadt?

Die Stadt Amberg hat dem FC aber schon außerhalb jeglicher Förderrichtlinien 150 000 Euro für Sicherheitsmaßnahmen im Stadion zur Verfügung gestellt. Unsere Stadtväter wären gut beraten, sich nicht zu sehr in die FCA-Dinge verstricken zu lassen. Dies könnte sie eines Tages ganz böse einholen. Damit ich nicht falsch verstanden werde: Ich habe nichts gegen den Regionalligaverein FC Amberg. Der Verein sollte sich aber selbst finanzieren. Sponsoren gibt es ja.

So läuft's beim FC Amberg im TV. Und wie läuft's bei den sogenannten kleinen Vereinen, die sich tagtäglich mit sehr hohem persönlichen Engagement und ehrenamtlicher Tätigkeit um den Breitensport kümmern. Der Bericht über die Ringer vom Bergsteig sagt doch alles aus. In Wahrheit sind die Kleinen die wirklich Großen.

Wilhelm Daller, Amberg

Zum Bericht "Gratis nur noch für Kufü-Gäste" vom Wochenende:

Der Zeitung habe ich entnommen, dass es Schwierigkeiten bei der Nutzung der Tiefgarage beim ACC gab. Seit Mitte Januar müssen Besucher ihren Parkplatz bezahlen - ohne Ausnahme. Hier ein Vorschlag: Warum nicht wie in Nürnberg in der öffentlichen Tiefgarage (Richard-Wagner-Platz) beim Besuch von Schauspielhaus/Oper eine Stunde vor Beginn der Aufführung bereits entwerte Karten gegen Barzahlung an geöffneten Schranken von einer Studentin/Schülerin entgegennehmen (pauschal 2,50 Euro). Und damit nach Ende der Veranstaltung direkt herausfahren - Karte einschieben, Schranke öffnen. Damit ersparen sich die Besucher das Anstehen und es geht recht zügig.

Stefan Reuther, Amberg

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