Leserbrief
Merkel fordert zurecht Loyalität

"Ohne Not":

Die Aussagen von Bundeskanzlerin Merkel waren unmissverständlich. Aber da muss die "Integrationsbeauftragte der Bundesregierung", Aydan Özoguz, entweder nicht zugehört oder schlichtweg nicht begriffen haben: Die Kanzlerin erwartet von in Deutschland lebenden Türken "ein hohes Maß an Loyalität" - logische Voraussetzung für eine funktionierende Integration. Wie man daraus einen Vorwurf der pauschalen Loyalitätskonflikte konstruieren kann, erschließt sich vermutlich nur der Frau Özoguz. In die gleiche Kerbe haut die Grünen-Politikerin Katrin Gören-Eckardt. Sie sieht gar eine gesamte Gruppe unter Generalverdacht. Dass 20 000 Türken in Köln für das autoritäre Regime Erdogans demonstrierten, der häufig wie kein Anderer den Begriff "Demokratie" in den Mund nimmt, in deren Namen aber dann Säuberungen vornimmt, ist für die beiden Darstellerinnen kein Grund, von den schon lange hier lebenden Türken Loyalität gegenüber Deutschland einzufordern. Ist es Profilneurose oder befeuern sie nur die Mode, alles von Merkel Gesagte abzuwerten?

Erich Wein, 92224 Amberg
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