Leserbrief
Spitze Feder an falscher Stelle

Zum Bericht über erneute Bauarbeiten im bereits eingeweihten vierten Bauabschnitt des Klinikums:

Als jahrzehntelanger Leser der Amberger Zeitung freue ich mich immer wieder über eine spitze Feder. In diesem Fall aber kratzen Sie an der falschen Stelle. Ich kenne keinen Häuslebauer, bei dem keine Nachbesserungen nötig wurden. Im Klinikum erschwerten zwei Pleiten entscheidender Firmen den Bau.

Diese Auftragnehmer konnte man sich nicht frei aussuchen, sondern musste sie nach Europarecht auswählen. Noch dazu mussten nach den Pleiten erneut europaweite Ausschreibungen erfolgen. Trotzdem entstand nur eine Verzögerung von einem Jahr! "Pleiten" der beauftragten Firmen und "Pech" für das Klinikum und über allem "Tragik" durch den Unfalltod des jungen Mitarbeiters einer Baufirma. Aber trotz allem hervorragend gemacht.

Wenn bei einem 60-Millionen-Projekt an Nachbesserungen nur "Kosmetik" wie das Anbringen von Wandverkleidungsteilen und das Auffüllen mit Beton eines bereits angebrachten Stahlrohrs übrigbleibt, dann ist das eine hervorragende planerische Leistung, zu der man andere Bauherren beglückwünschen würde.

Professor Dr. Anton Scharl, Chefarzt der Frauenklinik am Klinikum St. Marien
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