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Magisterarbeit der Historikerin Laura Ulrich

Die Autorin Laura Ulrich mit Oberbürgermeister Michael Cerny (Zweiter von links) sowie den Söhnen von Dr. Heinrich Aigner, Dr. Heinz Aigner (links) und Dr. Ulrich Aigner (rechts). Bild: hfz
"Wege nach Europa. Heinrich Aigner und die Anfänge des Europäischen Rechnungshofes", lautet der Titel eines Forschungsbandes zur Landes- und Regionalgeschichte, mit dem die Magisterarbeit der Historikerin Laura Ulrich nun auch in Buchform erhältlich ist. Die junge Wissenschaftlerin, seit 2015 am Institut für Bayerische Geschichte der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) tätig, setzt sich darin mit dem Wirken eines bedeutenden Amberger Politikers und überzeugten Europäers auseinander.

Deshalb wurde das druckfrische Werk, das in Kürze auch in englischer Sprache erhältlich sein wird, im Beisein von OB Michael Cerny im Amberger Rathaus vorgestellt. Anwesend waren zudem die beiden Söhne des 1988 verstorbenen Politikers, Dr. Heinz Aigner und Dr. Ulrich Aigner, weitere Familienangehörige, die langjährige Mitarbeiterin von Dr. Heinrich Aigner, Maria Reindl , und die Leiter des Stadt- sowie des Staatsarchivs in Amberg, Dr. Johannes Laschinger und Dr. Maria Rita Sagstetter. Verfasserin Ulrich studierte an der LMU und am Trinity College/University of Cambridge Geschichte und Germanistik. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind bayerische Geschichte sowie das 19. und 20. Jahrhundert. Betreut wurde das Entstehen der Arbeit von Prof. Dr. Ferdinand Kramer, Inhaber des Lehrstuhls für Bayerische Geschichte und Vergleichende Landesgeschichte mit besonderer Berücksichtigung der Neuzeit.

Im ersten Teil von Ulrichs Arbeit steht das politische Wirken Dr. Heinrich Aigners (1924-1988) im Mittelpunkt. Als CSU-Abgeordneter des Wahlkreises Amberg-Neumarkt saß er im Deutschen Bundestags (1957-1980) und von 1961 bis zu seinem Tod gehörte er dem Europäischen Parlament an. Vor diesem Hintergrund zeichnete Ulrich den politischen Weg Aigners von Amberg nach Bonn und Brüssel nach. Ebenso dokumentierte sie seine Herkunft und zeigte seine weltanschauliche Prägung auf. Als Europaparlamentarier setzte er sich vor allem für verbesserte Finanzkontrolle ein. Damit leistete er nicht nur zur Ausweitung der Befugnisse des Brüsseler Parlaments, sondern maßgeblich zur Gründung des Europäischen Rechnungshofes einen wichtigen Beitrag.

Für ihre Arbeit benutzte die Autorin Quellen aus dem Stadtarchiv, recherchierte im Bestand der CSU-Geschäftsstelle und Nachlass von Aigner, aus dem neben Dokumenten eine Vielzahl von Fotos im Buch stammen. Unterstützung fand Ulrich durch die Familie Aigner, Maria Reindl und Ex-CSU-Landtagsabgeordneten Heinz Donhauser.
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