Maria Dippel feiert mit Glückwünschen von OB und Ministerpräsident besonderen Geburtstag
Mit 102 Jahren zweitälteste Ambergerin

OB Michael Cerny brachte ein Pflegeset mit, das Maria Dippel demnächst wohl "noch jünger" aussehen lässt und überreichte das Geschenk von Horst Seehofer, einen Seidenschal. Bild: gf
"Ooh, so was Schönes." Maria Dippel war ganz begeistert von dem edlen Seidenschal, den ihr Horst Seehofer zukommen ließ. Der Ministerpräsident gratulierte der Ambergerin damit zu ihrem ganz besondern Geburtstag. Das 102. Lebensjahr machte sie gestern voll und ist damit die zweitälteste Bürgerin der Stadt.

Die Glückwünsche von Horst Seehofer samt Geschenk überbrachte Oberbürgermeister Michael Cerny , der Maria Dippel auch das Begleitschreiben vorlas. Der Landesvater wünschte der Ambergerin eine "rüstige Gesundheit", was Cerny zu der scherzhaften Bemerkung veranlasste, er werde postwendend nach München zurückzuschreiben, dass Maria Dippel "sehr rüstig" ist. Der OB mochte es selbst kaum glauben, eine 102-Jährige vor sich zu haben. Sie sprang schon fast auf vom Stuhl, als das Stadtoberhaupt ihr gratulierte, was den verdutzten Michael Cerny schnell sagen ließ: "Setzen Sie sich ruhig wieder hin." Maria Dippels lächelnde Antwort: "Ich kann schon noch stehen." Schließlich freute sie sich außerordentlich, dass der Oberbürgermeister sie an ihrem Ehrentag besuchte.

Doch nicht nur er war ins Clementine-von-Wallmenich-Haus gekommen, wo die lange Zeit in Schwandorf lebende Seniorin erst seit sechs Jahren wohnt - damit ihre Amberger Tochter Dr. Roswitha Dutz mit Ehemann Heinz sie praktisch täglich besuchen kann. Sowohl sie als auch Sohn Michael Dippel aus Saarbrücken mit Ehefrau und einem Teil der erwachsenen Kinder samt Familien fanden sich im Heim der BRK-Schwesternschaft und anschließend im Drahthammer Schlößl zum Feiern ein.

Geboren wurde Maria Dippel in der Nähe von Freising, verbrachte ihre Kindheit in Marktl am Inn, wo ihr Vater als Lehrer die beiden Ratzinger-Brüder Georg und Joseph , den späteren Papst Benedikt XVI., unterrichtete. 1938 heiratete die gelernte kaufmännische Angestellte ihren Mann Theodor Dippel (gest.1967), den sie am Arbeitsplatz bei den Vereinigten Aluminiumwerken Schwandorf kennengelernt hatte.

Dort in der Großen Kreisstadt wurde die Familie sesshaft, stieg der Gatte zum Leiter der Firma auf, während sich Maria Dippel mit ganzem Herzen um Haushalt, Kinder und später auch fünf Enkel kümmerte (hinzugekommen sind inzwischen sieben Urenkel). Ihre Leidenschaft galt jahrzehntelang auch dem Bridgespiel im Schwandorfer Club, der der Seniorin mit einer Abordnung gratulierte.
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