Marianne und Baptist Jehl heirateten vor 60 Jahren in Aschacher Gasthof
Jawort beim Schlaffer-Wirt

Bürgermeister Martin Preuß (links) gratulierte Marianne und Baptist Jehl. Beide sind seit 60 Jahren miteinander verheiratetet. Bild: gf

Luitpoldhöhe. Der Aschacher Gasthof Schlaffer war in den 50er- Jahren auch Gemeindekanzlei, der Wirt zugleich Bürgermeister und die gute Stube am 20. Oktober 1956 ein Standesamt - im Wirtshaus heiratete Hilfsarbeiter Baptist Jehl aus Bergham bei Nittenau die Glasschleiferin Marianne aus Aschach. Jetzt feierten beide ihre diamantene Hochzeit. In der Hopfensaison verdiente sich die junge Frau immer in der Hallertau einige Mark dazu und half auch 1954 bei der Ernte mit. Damals war Baptist Jehl bei einer Motorradtour in der Gegend von Wolnzach unterwegs und lernte die Aushilfspflückerin kennen. Zwei Jahre später standen Marianne und Baptist vor dem Bürgermeister und dem Standesbeamten in der Wirtsstube und gaben sich das Jawort. Baptist Jehl zog nach Aschach, wo das junge Paar im Haus der Eltern der Braut wohnen konnte. Der Ehemann arbeitete bei der Baufirma Kunz & Co als Planierraupenfahrer. Marianne Jehl war weiterhin bei Rosenthal Glasschleiferin. Als bei Happurg der Hochspeicher gebaut wurde, war Baptist Jehl einige Jahre dort beschäftigt. Dann zog das Paar, das inzwischen zwei Söhne hatte, nach Württemberg, kehrte aber 1966 nach Aschach zurück. Zwölf Jahre später bauten sich die Jehls im Stadtteil Luitpoldhöhe ein Haus, in dem sie noch heute wohnen.

Baptist Jehl wechselte zur Maxhütte, sieben Jahre später zur Luitpoldhütte und arbeitet dort als Schmelzer, bis er mit 56 Jahren in den Vorruhestand ging. Über zehn Jahre war der Jubilar Kommandant der Feuerwehr Aschach und wechselte dann zur Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Amberg. Dort brachte er es bis zum Hauptbrandmeister, bevor er sich 1994 in die passive Mitgliedschaft verabschiedete. Gut zwei Jahrzehnte hatten Marianne und Baptist Jehl ihren Wohnwagen auf einem Campingplatz bei Marktoberdorf abgestellt. Dort nutzten sie jede freie Minute zur Entspannung. Baptist Jehl war auch gerne mit dem Motorrad unterwegs. Im Lauf der Jahre wuchs die Familie um vier Enkel und zwei Urenkel, die allesamt zum Gottesdienst nach Aschach und zur Feier in den Bienenhof gekommen waren. Für die Stadt gratulierte Bürgermeister Martin Preuß. Er überreichte zwei bemalte Amberger Kaffee-Haferl.
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