Marienheim hat jetzt ein Blockheizkraftwerk
Hochwasser kein Thema mehr

Es geht um die bestmögliche Ausnutzung der Energie: Deshalb hat sich laut Dr. Wolfgang Schmalzbauer, dem Vorsitzenden des Caritasverbandes, die Caritas entschlossen, im Marienheim ein Blockheizkraftwerk (BHKW) einzubauen. Die päpstliche Umwelt-Enzyklika "Laudato si" habe den letzten Anstoß gegeben, die mehr als 20 Jahre alte und von regelmäßigen Defekten heimgesuchte Gasheizung durch eine neue Anlage zu ersetzen.

Vor der Caritas-Vorstandssitzung stellte Schmalzbauer die knapp 250 000 Euro teure Neuerwerbung vor, die sich eventuell schon in den nächsten fünf Jahren amortisieren könnte. Einmalige Förderbeträge hätten das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle sowie die Bischöfliche Finanzkammer beigesteuert. Die Kosten würden auch durch die jährliche Rückerstattung der Energiesteuer für das im BHKW verbrannte Gas gesenkt.

Schmalzbauer betonte, dass sich das Marienheim in einer Hochwasserzone befinde und damit eine Überflutung des Heizraumes nicht ausgeschlossen werden kann. Die Heizung sei daher auf ein knapp einen Meter hohes Podest gestellt worden, das selbst bei Extrem-Hochwasser die Technik schütze. Vom neuen BHKW, so Schmalzbauer, erwarte sich die Caritas eine Emissionsreduzierung um jährlich 95 Tonnen CO2. Etwa ein Drittel des im Marienheim benötigten Stroms werde künftig vom BHKW geliefert, das Warmwasser werde von diesem zu 100 Prozent erhitzt. Caritas-Geschäftsführer Günter Koller ergänzte, dass im Altenheim an der Friedlandstraße schon seit einigen Jahren ein BHKW zur vollsten Zufriedenheit in Betrieb sei.

Stefan Bieda, der die Anlage eingebaut hat, erzählte, dass die Installation nicht einfach gewesen sei. Der nur 40 Quadratmeter große und enge Technikraum habe den Technikern wenig Bewegungsfreiheit gelassen.
Ziemlich eng ging es beim Einbau des neuen Blockheizkraftwerks zu. Einige meiner Mitarbeiter haben sich am Kopf kräftige Beulen eingehandelt.Heizungsbaumeister Stefan Bieda
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