Mehr Zeit für die Pflege
Schwesternschaft Wallmenich-Haus setzt auf Strukturmodell „Ein –STEP“

Die Schwesternschaft Wallmenich-Haus setzt auf das Strukturmodell zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation „Ein –STEP“ für mehr Zeit in der Pflege. Aus dem Wohn- und Pflegezentrum und der Sozialstation der Schwesternschaft nahmen vier Pflegefachkräfte an diesem übergeordneten Projekt teil.

Das Personal in Alten- und Pflegeheimen hat alle Hände voll zu tun. Doch die Bürokratie macht es den Fachkräften schwer. Jetzt gibt es Ansätze, das Problem zu lösen.

Amberg. (ads) "Durch das Vermeiden überflüssiger Dokumentationspflichten und Bürokratie können die Motivation und ein zielgerichtetes Handeln der Fachkräfte erheblich gestärkt werden", ist sich Tatjana Richter, Leiterin des Wallmenich-Hauses, sicher. Aus diesem Grund habe sich die Einrichtung dazu entschieden, das Modell Ein-STEP einzuführen.

Dabei handelt es sich laut einer Presse-Info um die Möglichkeit, die Pflegedokumentation einfacher und übersichtlicher zu gestalten. Aus dem Pflegezentrum und der Sozialstation der Schwesternschaft nahmen laut Richter vier Fachkräfte an diesem übergeordneten Projekt teil, so dass sie nun das Fachpersonal bei der Einführung dieses Strukturmodells schulen und anleiten können.

Dem Bundesgesundheitsministerium sei die Entwicklung einer schlanken Dokumentation ein großes Anliegen. Darum sei das Projekt Ein-STEP entwickelt worden. Die Leiterin des Wallmenich-Hauses dazu wörtlich: "Das Strukturmodell macht es möglich, die Pflegedokumentation in der Praxis erheblich effektiver und effizienter zu gestalten, ohne fachliche Standards zu vernachlässigen, die Qualität zu gefährden oder haftungsrechtliche Risiken zu erzeugen." Dieses Projekt sei mit Fördermitteln der Lotterie Glücksspirale unterstützt worden. Dadurch sei es 40 leitenden Pflegefachkräften und Qualitätsmanagements-Beauftragten möglich gewesen, sich fit zu machen. Tatjana Richter betont die Bedeutung dieses Projekts: "Qualifiziertes und motiviertes Personal ist eine der wichtigsten Grundlagen für gute Pflege." Mit der Einführung des neuen Strukturmodells stehe nun die Fachlichkeit wieder im Vordergrund, ausgerichtet auf die individuellen Bedürfnisse des zu Pflegenden.

"Durch bürokratische Zwänge in der Dokumentation - oftmals überholt und weit entfernt von der Praxis - ging viel Motivation verloren, denn die schriftliche Planung der Pflege und die Dokumentation der durchgeführten Tätigkeiten nahm immer mehr Zeit in Anspruch, die für den Patienten, den Bewohner am Schluss fehlte", sagt Richter. Ziel sei es nun, diese verschlankte Pflegedokumentation ambulant und stationär so schnell wie möglich anzuwenden.

Das Strukturmodell macht es möglich, die Pflegedokumentation erheblich effektiver und effizienter zu gestalten, ohne fachliche Standards zu vernachlässigen.Tatjana Richter, Leiterin des Wallmenich-Hauses
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