Messen ohne Piksen
Flika spendet Bilirubin-Messgerät für Kinderklinik

Mehr als die Hälfte aller Neugeborenen entwickelt kurz nach der Geburt eine Gelbsucht. Meistens klingt diese innerhalb weniger Tage von selbst ab. Schafft es der Körper des Babys aber nicht, den Gallenfarbstoff Bilirubin abzubauen, muss gehandelt werden, "sonst kann das zu schweren Entwicklungsstörungen führen", teilt Dr. Andreas Fiedler, Chefarzt der Klinik für Kinder und Jugendliche am Klinikum St. Marien (Zweiter von links), in einer Presseinfo mit. Um den Bilirubin-Wert bestimmen zu können, mussten die Ärzte früher zur Nadel greifen und den Babys Blut abnehmen - wenn die Werte zu hoch waren, oft auch mehrmals. Das bleibt vielen Kindern mittlerweile erspart, denn es gibt eine neue Methode: Einen Suchtest über einen Hautsensor - ganz ohne Stich. Ein solcher Sensor wird am Klinikum eingesetzt. Jetzt hat der Förderverein Flika einen weiteren im Wert von über 4000 Euro an die Kinderklinik gespendet. "Wir freuen uns sehr über diese Spende, denn das Gerät erspart uns 70 Prozent der Blutentnahmen bei Neugeborenen", erklärt Dr. Fiedler. "Nur in kritischen Fällen müssen wir jetzt noch einen Bluttest machen. Dafür sind die Eltern und natürlich auch die Kinder sehr dankbar. Babys entwickeln schon sehr früh ein Schmerzgedächtnis. Je seltener man also piksen muss, desto besser ist das für unsere kleinen Patienten." Bild: Klinikum/Gräß

Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.