Mitgliederversammlung Lebenshilfe Amberg-Sulzbach
Weil Leben Spaß macht

Gerhard Kohn, Johann Kohl, Schuhmann Franz, Peter Birke, Franz Geier, Ingrid Abraham und Erich Vier (von links) wurden für ihre langjährige Zugehörigkeit zur Lebenshilfe geehrt.. Dazu gratulierten Vorsitzender Eduard Freisinger (rechts) und sein Stellvertreter Manfred Schießl (links). Bild: hfz

"Geht nicht, gibt es bei uns so schnell nicht." Dieses Lob sprach Vorsitzender Eduard Freisinger allen Mitarbeitern der Lebenshilfe Amberg-Sulzbach bei der Mitgliederversammlung im Heilpädagogischen Zentrum in Amberg aus. Gleichzeitig wurden Projekte der verschiedenen Einrichtungen vorgestellt.

Bei der Gegenüberstellung der Einnahmen und Ausgaben konnte zum Jahresabschluss in allen drei Vereinen die schwarze Null erreicht werden. Den Ausgaben mit 11 417 678 Euro und den Löhnen mit 22 525 385 Euro standen Einnahmen in Höhe von 33 943 063 Euro gegenüber. Die Geschäftsführerin des Heilpädagogischen Zentrums, Katrin Panek, informierte über das Bundesteilhabegesetz. Sie hob laut einer Presse-Info hervor, dass die Lebenshilfe grundsätzlich ein Bundesteilhabegesetz begrüßt, allerdings beim vorliegenden Referentenentwurf die Erwartungen der Lebenshilfe und anderer Behindertenverbände nicht erfüllt werden.

Im Gegenteil: In wichtigen Punkten drohen nämlich Verschlechterungen, wenn sich nicht doch noch relevante Veränderungen am vorliegenden Entwurf durchsetzen lassen. Daher fordert die Lebenshilfe aktuell im engen Schulterschluss mit anderen Verbänden auf politischer Ebene durchgreifende, substanzielle Verbesserungen.

"Weil Leben Spaß macht"

Das neue Motto der Lebenshilfe "Weil Leben Spaß macht" wird ab sofort das allgemeine Logo ergänzen. "Es kamen so viele tolle Ideen von allen Seiten", betonte Eduard Freisinger, der als Vorsitzender auch an der Auswahl des Slogans beteiligt war. Dass dieses Motto jederzeit im Alltag präsent ist, zeigte sich auch anhand der Bilder, die im Anschluss an den formellen Teil mit inhaltlicher Unterstützung der jeweiligen Leitungskräfte des Heilpädagogischen Zentrums, der Werk- sowie Wohnstätten gezeigt wurden.

Diese gaben einen guten Einblick in die vielseitigen Aktivitäten, die oftmals mit viel Mut verbundenen sind. "So wird sich auch mal von der Heubrücke abgeseilt", erzählte Isabel Wernekke, Sonderschulrektorin und pädagogische Leiterin. "Unsere Kinder stehen anderen in Nichts nach", lobte sie abschließend. Auch das neue Bohnenbad der Schulvorbereitenden Einrichtung am Haager Weg wurde von den Kindern mit Begeisterung angenommen.

Wundernetz

Das dreijährige Inklusionsprojekt Wundernetz wurde im Anschluss von Hildegard Legat, der Leitung der Offenen Behindertenarbeit, die auch die Projektführung innehat, vorgestellt. Dabei zeigte sie anhand der Homepage, dass es ohne die sieben Partner (katholische Erwachsenenbildung, evangelisches Bildungswerk, Volkshochschulen, OTV, OTH und das Infowerk) nicht möglich sei, das Projekt in dieser Weise auszubauen. Finanziert wird es in erster Linie von der Aktion Mensch und der Lebenshilfe. Im Inklusionsprojekt arbeiten Menschen mit und ohne Handicap in Arbeitsgruppen zusammen und entwickeln ein vielseitiges Angebot an gemeinsamen Aktivitäten. "Es gab zum Beispiel schon im März einen libanesischen Kochkurs im VHS-Programm, an dem sowohl Menschen mit als auch ohne Behinderung teilnahmen", erzählte Hildegard Legat.

Leichte Sprache

"Es wird immer wichtiger, die Informationen auch in leichter Sprache wiederzugeben", betonte Eduard Freisinger. Dabei werden derzeit zwölf Menschen mit Handicap als Prüfer für die leichte Sprache ausgebildet. In Zukunft sollen sie als Ansprechpartner beim Verfassen von Texten in leichter Sprache zur Verfügung stehen.

Entlastung des Vorstands

Nach der Entlastung des Vorstands wurden sieben Mitglieder wegen ihrer langjährigen Zugehörigkeit zur Lebenshilfe geehrt: Gerhard Kohn, Johann Kohl, Schuhmann Franz, Peter Birke, Franz Geier, Ingrid Abraham und Erich Vier.
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