Nach der Kirche ins Wirtshaus
Von St. Georg ins Casino

Ambergs einziges Wirtshaus in einer ehemaligen Kirche: Das Casino ist nach einem Besuch in St. Georg das Ziel der Veranstaltung Kirche & Wirtshaus mit Pfiff. Bild: Kellner

St. Georg ist Ambergs erste Kirche, die urkundlich erwähnt wird (1094). Reste des romanischen Vorgängers der heutigen Anlage wurden 1977 freigelegt. 1359 begann man mit dem Bau einer großartigen gotischen Kirche. Ihre mittelalterliche Ausstattung fiel fast völlig den Wirren der Reformationszeit zum Opfer. Das Gotteshaus ist am Sonntag, 17. April, ab 16 Uhr Treffpunkt für die Reihe Kirche & Wirtshaus mit Pfiff. Anschließend gehen die Teilnehmer ins Casino-Wirtshaus.

Als 1621 die Jesuiten in Amberg einzogen, machten sie St. Georg zum Zentrum der Gegenreformation in der Oberpfalz. Um sich herum errichteten sie ein weitläufiges Kolleg, dieser später sogenannte Malteserbau ist heute - nach der Stadtbefestigung - Ambergs größter Denkmalkomplex. Die Kirche selbst wurde bis ins späte 18. Jahrhundert hinein auf einzigartige Weise barockisiert. Georg Dientzenhofer und Caspar de Crayer, Johann Nepomuk Schöpf und Johannes Hörmann SJ sind nur vier der renommierten Künstlernamen, die hier mitwirkten. Nach jahrzehntelangem "Dornröschenschlaf" und Nutzung als Garnisons- und Studienkirche ist St. Georg erst seit 1923 wieder katholische Pfarrkirche. Im Anschluss geht es ins Casino-Wirtshaus, Ambergs einzigem Wirtshaus in einer Kirche, das sich tatsächlich im Chor der ehemaligen Klosterkirche des Franziskanerklosters befindet. Hier erfahren die Teilnehmer mehr über die Franziskaner, das Kloster oder die Casino-Gesellschaft. Das Wirtshaus steht in der Tradition des Namens einer Amberger Kulturvereinigung, der in über 150 Jahren zum Hausnamen wurde.

Das Projekt Kirche & Wirtshaus mit Pfiff der Kulturwerkstatt Sulzbach-Rosenberg wird gemeinschaftlich getragen von der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) und dem Evangelischen Bildungswerk (EBW) Amberg-Sulzbach sowie den Städten Amberg und Auerbach, dem Landkreis Amberg-Sulzbach und der Arbeitsgemeinschaft Obere Vils-Ehenbach (AOVE).

Nach hervorragender Resonanz im Premieren-Jahr 2002 mit vier Veranstaltungen in Sulzbach-Rosenberg wurde die Reihe ab 2003 auf den Landkreis und Amberg ausgeweitet.
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