Nachrichten für Kinder
Das Spiel mit Kabel und Feuer

Mit einer großen Portion technischem Verständnis erklären (von links) Celine (6), Max (6), Philipp (5), Korbinian (6), Julian (6), Jan (6) , Lenny (6) und Tim (6) die Funktionsweise der selbst gebauten Rauchmelder. Bild: roa

Wenn etwas ganz laut piepst, dann schmerzt das in den Ohren. 19 Vorschulkinder der Kita Christkönig in Amberg bauten genauso ein Gerät, das unheimlich laut sein kann - aber nur wenn es qualmt. So entstanden 19 Rauchmelder.

Gemeinsam mit ihrer Erzieherin Birgit Huber trafen wir uns in der Kindergartenwerkstatt zum Interview.

Wie kommt man denn auf die Idee, einen Rauchmelder zu bauen?

Korbinian: Wir waren in der Feuerwache.

Julian: Und im Kindergarten haben wir ein Buch durchgeblättert, da waren so Bausätze drin. Da haben wir ganz viele Sachen gesehen, die wir bauen wollten.

Birgit Huber: Die Kinder wollten unbedingt etwas ganz Schweres bauen.

Wer kann jetzt das Bauwerk erklären?

Jan: Also das ist der Summer. Der summt, wenn das grüne Licht ausgeht.

Wie funktioniert der Summer?

Tim: Wenn man die Kerze anzündet, dann verbiegt sich das da rüber und dann blinkt das rote Lämpchen.

Und wann blinkt das grüne Lämpchen?

Julian: Erst wenn die Kerze aus ist und es wieder kühl ist. Dann gehts wieder in die andere Richtung.

Musstet ihr selber sägen?

Max: Ja, mit der Elke. Und wir haben Löcher für die Glühbirnen gebohrt.

Wie halten diese Glühbirnen in den Löchern?

Tim: Mit Schrauben.

Jan: Und davor kommen die Kabel rein.

Und wie ist das Kabel an der Glühbirne befestigt?

Max: Da muss man das Kabel durchstecken und dann zu drehen.

Aber dann leuchtet ja noch nix, oder?

Max: Dann muss man das Kabel an der Batterie anschließen. Und dann hat's geklappt. Aber nicht bei allen.

War das eine schwere Arbeit?

Alle: Ja!

Gab es Probleme?

Celine: Bei manchen ging der Summer nicht.

Woran lag das?

Lenny: Vielleicht an der Lampe.

Tim: Vielleicht am Kabel. Die haben manchmal Probleme gemacht.

Philipp: Bei mir lag es an der Batterie, weil das Biegmetall nicht mehr nah genug dran war.

Was für ein Metall?

Philipp: Biegmetall. Und dann gibt es noch das Bi-Metall.

Was ist das denn? Könnt ihr mir das erklären?

Lenny: Eine Seite von dem Bi-Metall ist dick und die andere ist dünn.

Jan: Bi-Metall hat eine dünne und eine dicke Seite. Wenn es heiß wird verbiegt sich die dicke Seite schneller als die dünne Seite.

Also, wenn beim Rauchmelder das grüne Lämpchen brennt ...

Lenny: Dann ist alles okay. Das zeigt, dass der Stromkreis funktioniert.

Und wenn sich das Bi-Metall zum roten Lämpchen biegt?

Tim: Dann geht der andere Stromkreis an. Und eben der Summer.

Kann man das jetzt auch an die Decke schrauben?

Alle: (lachen) Neeiiiin!

Philipp: Dann fällt doch die Kerze runter. Das ist nur dafür da, dass man weiß wie so ein Rauchmelder funktioniert.
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