Neubau oder Sanierung
Millionen-Pläne der Diakonie

Bis zum Jubeln steht uns noch ein hartes Stück Arbeit bevor.

Noch nie sind in so kurzer Zeit so viele neue Gesetze zum Thema Pflege erlassen worden wie in der jüngsten Vergangenheit. 128 Jahren nach seiner Gründung steht der Diakonieverein vor der gewaltigen Aufgabe, diese neuen Herausforderungen allesamt zu bewältigen.

Amberg. Der Diakonieverein hatte zu seiner Mitgliederversammlung in das Pfarrheim St. Konrad eingeladen, in dem Pfarrer Roland Böhmländer in der Funktion als Vorstandsmitglied mit einer Andacht begann und an Dietrich Bonhoeffer erinnerte, der in diesen Tagen seinen Todestag hatte. Der Hitler-Attentäter wurde im April 1945 in Flossenbürg hingerichtet.

Regina Weber, Pflegeexpertin der AOK, führte in die Neuerungen der Pflegestärkungsgesetze ein. Für diese hochkomplexen und doch so wichtigen Informationen erntete sie kräftigen Beifall. Broschüren zu diesem Thema werden in naher Zukunft erwartet. Die Vorstände Siegfried Balzer und Karl-Heinz Irmer berichteten mit Geschäftsführer Marcus Keil über die Arbeitsfelder des Vereins.

Sanierung oder Neubau


Das Seniorenheim an der Hellstraße sei ausgelastet. Die neuen gesetzlichen Vorgaben machten für große Teile eine Generalsanierung beziehungsweise einen Neubau erforderlich. Kosten von deutlich mehr als fünf Millionen Euro stehen im Raum. Wie es bei dem Treffen hieß, müssen verschiedene Alternativen erst noch detailliert geplant und auch berechnet werden. Vor allem gelte es, die Finanzierung sicherzustellen,

Der ambulante Dienst der Diakoniestation hat eine Verwaltungs-Reform und die Umstellung auf mobile Datenerfassungsgeräte hinter sich. Die Kindertagesstätten seien wie das Seniorenheim ausgelastet. Das gelte für die "Arche Noah" in Kümmersbruck gleichermaßen wie für die Einrichtungen im Amberger Stadtgebiet (Schelmengraben, Kochkeller und Gailoh). Am Kochkeller wird im Juni das 60-jährige Bestehen gefeiert. Danach stehe die Generalsanierung an. Auch ein Neubau sei vorstellbar. Die Rede war von fast einer Million Euro. Die Stadt habe eine Förderung bereits in Aussicht gestellt. Schatzmeister Jörg Kießkalt zeigte in allen Arbeitsfeldern finanzielle Fortschritte auf, aber:

Bis zum Jubeln steht uns noch ein hartes Stück Arbeit bevor.Diakonie-Schatzmeister Jörg Kießkalt

Der Vorstand wurde ohne Gegenstimme entlastet.

Vorstände geehrt


Tobias Mähner, stellvertretender Vorsitzender des Diakonischen Werks Bayern, ehrte Mitglieder, Mitarbeiter und Vorstände mit dem silbernen und goldenen Kronenkreuz. Aus dem Vorstand wurden Pfarrer Roland Böhmländer und Siegfried Balzer für mehr als 30 Jahre Dienst in Kirche und Diakonie geehrt. Mähner bestätigte, dass die Diakonie im Freistaat trotz eines schwieriger werdenden Umfelds einen festen und berechtigten Platz habe. Die Gesetze seien im Detail noch nicht ausgeprägt.

Die Dachverbände der freien Wohlfahrtspflege seien am Ball, um diese Vorhaben zu begleiten und Nachbesserungen oder Korrekturen zu fordern. Besonders hervorzuheben sei in diesem Zusammenhang der Schulterschluss von Caritas und Diakonie sowie katholischer und evangelischer Kirche in Bayern.
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