Neue Regelung ab 1. Oktober
Citybus kommt jetzt öfter

Der Citybus in Richtung Eglsee verkehrt ab Oktober im Halbstundentakt. Wegen des Wendeverbots können jedoch einige Haltestellen nicht mehr angefahren werden. Doch für Ersatz wird gesorgt.

Es sind viele gute, aber auch einige schlechte Nachrichten, die in dieser Woche aus dem Rathaus kamen, und die ab Samstag, 1. Oktober, alle Nutzer der Citybus-Linien 6 und 10 in Richtung Eglsee betreffen.

An diesem Datum tritt laut Susanne Schwab ein neuer Vergabezeitraum in Kraft. Soll heißen: Ab 1. Oktober verkehren diese beiden Linien statt stündlich im 30-Minuten-Takt. "Auf diese Weise werden die Wartezeiten deutlich verkürzt", nennt die städtische Pressesprecherin den Vorteil. Zudem werden beide Linien konsequent gegenläufig unterwegs sein. Dadurch könne ein Fahrgast beispielsweise vom Drillingsfeld oder von Eglsee aus direkt zu den Einkaufsmärkten im Westen gelangen und von dort aus auch zurück.

Hinzu komme, dass die Zeiten der Linien 6 und 10 am Wochenende nach dem Muster der 2 und 9 ausgeweitet werden: "Damit ist das abendliche Ausgehen künftig auch mit diesen beiden Buslinien möglich." Auch am Sonntagnachmittag würden einige Fahrten angeboten. Genauere Infos unter www.znas.de.

Wegen EU-Richtlinie: Citybusse dürfen in Alt-Eglsee nicht mehr werdenMit dem Eintritt des neuen Vergabezeitraumes 1. Oktober (siehe Bericht oben) wird es auch Einschränkungen für die Citybus-Nutzer aus Alt-Eglsee und Eglsee geben. Seit Einführung einer EU-Richtlinie zum 3. Dezember 2009 sind Linien des Öffentlichen Personennahverkehrs laut der städtischen Pressesprecherin Susanne Schwab entweder vollständig ohne öffentliche Zuschüsse vom Verkehrsunternehmen zu betreiben oder vom ÖPNV-Aufgabenträger als Ganzes auszuschreiben - in der Regel europaweit. Dabei müsse auch auf die Einhaltung aller Vorschriften geachtet werden.

Die geltenden Unfallverhütungsvorschriften und die Straßenverkehrsordnung erlauben es aber laut der Mitteilung aus dem Rathaus nicht, dass Linienbusse durch Rückwärtsfahren ohne Einweiser wenden. Susanne Schwab: "Deshalb darf die bisherige Praxis, in Alt-Eglsee zum Umkehren zurücksetzen, nicht mehr fortgeführt werden."

Aufgrund dessen hat das Busunternehmen Linzer den Zuschlag für die Citybuslinien 6 und 10 zum 1. Oktober nur mit der Einschränkung erhalten, dass Alt-Eglsee und Eglsee erst dann angefahren werden können, wenn dort zulässiges Wenden möglich ist. Auch die Regierung der Oberpfalz habe es in der neu erforderlichen Linienverkehrsgenehmigung zur Auflage gemacht, dass die gesetzlichen Vorgaben beachtet werden. "Die Stadt Amberg hat schon seit einiger Zeit nach Lösungsmöglichkeiten gesucht", teilte Schwab mit und ergänzte: "Leider blieben alle Verhandlungen für einen notwendigen Grunderwerb im Bereich Alt-Eglsee erfolglos."

Erst mit der Erschließung des Baugebiets Drillingsfeld III zeichne sich eine Lösung ab, "denn im Zuge der Baumaßnahmen kann eine Wendemöglichkeit geschaffen werden". Sollte der aktuelle Zeitplan eingehalten werden, ist bis Ende 2017 mit der Umsetzung dieser Maßnahme zu rechnen. Folglich können die Haltestellen Drillingsfeld, Ernteweg und Frühlingsstraße ab dem 1. Oktober 2016 voraussichtlich bis Ende 2017 nicht mehr von den Citybus-Linien bedient werden. Alt-Eglsee könne auf Dauer nicht mehr angefahren werden. Als Ersatz stehen künftig die bestehenden Haltestellen in der Katharinenfriedhofstraße sowie eine zusätzliche Ersatzhaltestelle für beide Fahrtrichtungen im Bereich der Einmündung der Ackermannstraße zur Verfügung. Der zusätzliche Fußweg für Fahrgäste aus dem Bereich Eglsee betrage beispielsweise über die Ackermannstraße 200 bis 300 Meter und liege somit in einem Bereich, den auch die Leitlinie des Freistaates Bayern zur Nahverkehrsplanung als normal und zumutbar erachtet, ergänzte Schwab.

Für Schüler aus Alt-Eglsee werde das Schulamt der Stadt eine Beförderung organisieren. Betroffene sollen frühzeitig dort melden. (tk)
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