Neue Sportanlagen für Schönwerth-Realschule
1:0 für die Turnhalle

Der Allwetterplatz und die alte Turnhalle (links) kommen weg und Schulleiter Matthias Schall (rechts) sowie Konrektor Michael Brunner sind darüber alles andere als unglücklich. Bild: Hartl

Die Schönwerth- Realschule hat ein massives Platzproblem. Um den Sportunterricht einigermaßen gewährleisten zu können, müssen die Lehrer seit Jahren auf andere Schulen ausweichen. Der Stadtrat will jetzt den Weg für eine neue Sporthalle freimachen.

Sport an der Schönwerth-Realschule gleicht einem einzigen Verschiebe-Bahnhof: Wenn Bewegung auf dem Stundenplan steht, dann pendelt ein Teil der Schüler zur Turnhalle der Luitpoldschule, andere fahren zur OTH, während sich wieder andere Richtung Trimax aufmachen. "Von 52 Sportgruppen müssen 33 außerhäusig untergebracht werden", berichtet Matthias Schall, der Leiter der mit 1007 Schülern größten Realschule der Oberpfalz. "Das ist auf Dauer kein tragbarer Zustand." Auf Dauer bedeutet im Fall der Schönwerth-Realschule mittlerweile einen Zeitraum von mehr als 15 Jahren. Schall: "Es wird höchste Zeit, dass sich etwas tut."

Zehn Millionen Euro


Der Stadtrat hat jetzt Nägel mit Köpfen gemacht. Bau- sowie Hauptausschuss beauftragten die Verwaltung, mit den Planungen für den Neubau einer Dreifach-Sporthalle samt Freisportanlage und Allwetterplatz zu beginnen. Zusätzlich sollen eine Küche und eine Mensa für die Ganztagsschule errichtet werden. Kostenpunkt: rund zehn Millionen Euro. Die Stadt erhofft sich bei der Finanzierung eine kräftige Förderung durch den Freistaat. Die bestehende Turnhalle aus dem Jahr 1978 ist nicht nur zu klein, sondern auch marode. "Es hat schon öfter durch das Dach geregnet", sagt Konrektor Michael Brunner. Mit der Stadt besteht Einvernehmen, dass die alte Turnhalle abgebrochen werden soll. "Ein exakter Terminplan steht noch nicht fest", erklärt Brunner.

Den idealen Ablauf hat die Schulleitung aber schon mal durchgespielt. Wenn alles klappt, könnte im nächsten Jahr mit dem Bau der neuen Außenanlagen oben auf dem nicht mehr genutzten Rasenplatz begonnen werden. Dann könnte Ende 2017 der Abbruch der alten Halle erfolgen, so dass im Frühjahr 2018 der Spatenstich für die Dreifach-Sporthalle terminiert werden könnte. "Wenn wir das Gebäude für das Schuljahr 2019/20 in Betrieb nehmen könnten, wäre das der Idealfall." Für den städtischen Haushalt 2016 sind zunächst nur 200 000 Euro für die Planung und die Erstellung des Förderantrags angemeldet. 2017 sollen dann weitere 500 000 Euro für Planungsarbeiten sowie 700 000 für den Bau der Freisportanlage fließen.

Höchststand erreicht


Schall und Brunner gehen davon aus, dass die Schülerzahlen nicht weiter steigen. Bei der 9. und 10. Klasse handle es sich noch um sehr starke Jahrgänge, danach werde sich das Feld lichten, erklärt Schall. "Wenn die Sportanlagen mal fertig sind, dann ist alles richtig dimensioniert."

Schwimmen sattAls Sporthalle gilt für die Schönwerth-Realschule im weitesten Sinne auch das Kurfürstenbad. Weil sämtliche zur Verfügung stehenden Turnhallen ausgelastet und keine Außenanlagen vorhanden sind, müssen die Realschüler ein Drittel ihres Sportunterrichts in der Badeanstalt absolvieren - viel zu viel, wenn es nach dem Lehrplan geht. "Wir haben deswegen einen sehr hohen Schwimm-Anteil", stellt Schulleiter Matthias Schall fest und verweist auf eine weitere Nebenwirkung. Die Schule muss für die Schüler jedes Mal den Eintritt ins Kufü zahlen.
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