Neues Leitsystem
Parkplatzsuche total einfach

Auf einen Blick sehen die Autofahrer, wo Parkplätze frei sind. Die Anzeige des neuen Leitsystems initialisierten am Donnerstag Markus Kühne, Norbert Füger, Paul Witt und Michael Cerny (von links). Bild: Steinbacher

"53" zeigt die digitale Anzeige auf knapp drei Meter Höhe. Die Nummer signalisiert die freien Parkplätze am Kino. Plötzlich steigt sie wie von Zauberhand auf 54. Alle, die zu diesem Zeitpunkt an der Regensburger Straße stehen und nach oben blicken, freuen sich. Es ist der Startschuss für das neue Amberger Parkleitsystem.

Es gibt keinen Sekt und auch wenig offizielle Worte. Immerhin kommen OB Michael Cerny und Baureferent Markus Kühne zusammen mit Tiefbauamtsleiter Norbert Füger und Bauingenieur Paul Witt. Sie zählen die Vorteile dieser digitalen Anzeigetafeln für die Vertreter der Presse auf. Das ist wenig Tamtam um ein Kapitel aus Ambergs Geschichte, das die Verwaltung seit 16 Jahren beschäftigt. Liebevoll wurde das Parkleitsystem damals PIA genannt. Die Abkürzung stand für Parken in Amberg. PIA war jedoch verwirrend, ein Gewirr aus Strichen und Symbolen. Im Jahr 2014 wurden die Schilder abmontiert.

Dynamisch und modern leiten die neuen Tafeln den ortsunkundigen Autofahrer zu den Parkplätzen rund um die Stadt - ähnlich wie in Nürnberg oder Regensburg weiß der Autofahrer sofort, in welchem Teil der Stadt wie viele Parkplätze noch frei sind. Je näher man dem Zentrum kommt, umso detaillierter sind die Informationen aufgeschlüsselt. "So einfach und so wenig Informationen wie möglich", erklärt Kühne das Motto der Anzeigetafeln.

Insgesamt 1800 Stellflächen sind im System gespeichert. Die Innenstadt ist nicht dabei. Das Parkleitsystem schickt die Autofahrer über vier Leitrouten gezielt an acht Orte, die sich rund um die Altstadt befinden. Dazu gehören Ziegeltorgarage, Altstadtgarage, Theatergarage, Kräuterwiese, Hochschule (hier wird aus technischen Gründen nicht gezählt), ACC, Kino und Marienstraße. Zum Teil per Funk, zum Teil per Kabelverbindung werden die Daten ans Rathaus geschickt. Es werde sogar darüber nachgedacht, die Informationen über freie Kapazitäten online zu stellen, sagt Bauingenieur Witt, der für die Inbetriebnahme zuständig war. Das ist aber noch Zukunftsmusik.

KostenMit Kosten von knapp 500 000 Euro bleibt das Parkleitsystem der Stadt Amberg knapp 100 000 Euro unter dem dafür veranschlagten Preis, freut sich Bauingenieur Paul Witt. Fördergelder gab es in Höhe von 250 000 Euro.
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