Nicht mehr drei Stufen wie bisher
Neue Regelungen in der Pflege

Das Pflegestärkungsgesetz II bringt einige neue Regelungen. Die meisten Neuerungen seien zwar erst ab 2017 gültig, aber bedeutungsvoll, so die AOK in einer Presse-Info. "Bereits jetzt interessieren sich viele Betroffene dafür, welche Änderungen auf sie zukommen werden", berichtet Ingrid Kaltenecker, Leiterin des Fachbereichs Pflegeversicherung der Direktion Amberg.

Ab 2017 ändere sich grundlegend die Feststellung der Pflegebedürftigkeit, und ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff werde eingeführt. Das neue System zur Pflegebegutachtung beinhalte dann fünf Pflegegrade statt der bisherigen drei Stufen. Die neue Definition von Pflegebedürftigkeit solle dazu beitragen, dass nicht mehr zwischen körperlichen Einschränkungen einerseits und kognitiven und psychischen andererseits unterschieden wird. "Damit soll insbesondere pflegebedürftigen Demenzkranken geholfen werden", erläutert Kaltenecker.

"Unsere Versicherten und ihre Angehörigen müssen sich um nichts kümmern", betont sie. Die AOK übertrage alle bisherigen Pflegestufen automatisch in die neuen Grade. "Und dank der Bestandsschutzregelung wird niemand durch die Umstellung schlechter gestellt", heißt es in der Presse-Info.

Die über 160 000 Pflegebedürftigen, die aus der AOK-Pflegekasse Leistungen erhalten, hätten Anspruch auf eine Pflegeberatung. "Wir beraten unsere Versicherten individuell und kommen auf Wunsch auch gerne nach Hause", sagt Kaltenecker. Die Beratung koste nichts.

Die AOK-Pflegeberater Michael Falkenstein und Thomas Göldner sind unter 860-115 oder 860-130 in der AOK-Direktion erreichbar.
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