Oberpfälzer Baumesse öffnet zum 21. Mal im ACC ihre Pforten
„Oft kopiert und nie erreicht“

Mit über 100 Ausstellern ist die Oberpfälzer Baumesse im ACC wieder voll ausgebucht. Nicht nur im großen Saal und im Foyer, sondern auch im Außenbereich des Hauses sind die Stände der Firmen aufgebaut. Überall dort werden sich am Samstag und Sonntag wieder bis zu 4000 Besucher tummeln. Das gibt Thomas Resch mit seinen Erfahrungen aus der Vergangenheit als Messlatte vor, wünscht sich vielleicht sogar noch mehr Resonanz, nachdem die Baumesse zuletzt fast regelmäßig gewachsen ist. Archivbild: Steinbacher
 
Wirtschaftsministerin Ilse Aigner ist unsere Schirmherrin. Ursprünglich wollte sie zur Eröffnung kommen. Nun musste sie aus einem aktuellen Anlass absagen, so dass Oberbürgermeister Michael Cerny den offiziellen Messeauftakt am Samstag bestreitet.

Das ACC wird heuer 20 Jahre alt. Es beherbergt seit Anbeginn eine große Veranstaltung, die an diesem Wochenende sogar schon zum 21. Mal über die Bühne geht: die Oberpfälzer Baumesse, die alljährlich rund 4000 Besucher teils weit über die Grenzen des Regierungsbezirks hinaus anzieht.

Darauf ist Thomas Resch als Veranstalter und Inhaber der Firma Systema Projekte aus Hauzenberg zu Recht stolz, wie ihm Oberbürgermeister Michael Cerny gestern bei einer Pressekonferenz zur Vorstellung des zweitägigen Programms am Samstag und Sonntag, 5. und 6. März, bescheinigte. "Es ist eigentlich die Baumesse in der Region - oft kopiert und nie erreicht", sagte der OB mit Betonung auf den bestimmten Artikel.

Alles unter einem Dach


Für das regionale Handwerk und das gesamte Bauwesen mit seinem Umfeld bis hin zu Banken und Versicherungen biete sie "gute Chancen, sich unter einem Dach zu präsentieren und direkt bei den Bauwilligen aufzuschlagen". Laut Cerny freut es auch die Stadt, wenn viele Bau-, Sanierungs- und Renovierungspläne - dieses breite Angebotsspektrum mit allen Details und Finanzierungsmöglichkeiten deckt die Messe ab - "mit regionalen Handwerkern und Firmen umgesetzt werden".

Die Themen, auch des begleitenden Vortragsprogramms, seien topaktuell, zumal die Zinsen nach wie vor niedrig sind und viele zum Investieren ins Haus- oder Wohnungseigentum animierten. "Statt in Immobilienfonds wie 2008/2009 vertrauen die Leute lieber auf die eigene Immobilie", verdeutlichte der OB den gegenwärtigen Trend zur Geldanlage und -sicherung. Thomas Resch berichtete sogar von Besuchern, die Angst vor einer Geldentwertung, Bargeld-Obergrenzen und Negativzinsen hätten und deshalb lieber in "Betongold" investierten.

Ohne Gurken und Gürtel


Als "exquisit" hob der Veranstalter vor diesem Hintergrund das Vortragsprogramm heraus, das viele "hochaktuelle Tipps" zu diesem Thema biete. Es seien ausschließlich Fachreferate von Diplom-Ingenieuren, Handwerksmeistern und anderen Experten, die in ihren Sparten bestes Wissen weitergäben.

In diesem Zusammenhang betonte Resch außerdem, dass ausschließlich Vertreter des Bauhaupt- und -nebengewerbes im ACC und auf dessen Freiflächen vertreten sind. "Die Messe ist also nicht verwässert", schilderte der Veranstalter und erhielt schmunzelnd inhaltliche Schützenhilfe vom OB: "Also keine Gurkenhobler und Gürtelverkäufer dabei."

Für die hätte die zweitägige Veranstaltung aber auch gar keinen Platz mehr. Sie ist mit über 100 Ausstellern erneut ausverkauft, wie Petra Strobl, die Chefin des ACC, bestätigte. "Wir müssten eigentlich anbauen für Sie", sagte sie zu Resch über die gute Auslastung, die sich eigentlich noch ausweiten ließe. Und zwar durch Firmen, die auf einer Warteliste stehen, um hypothetische Ausfälle sofort aufzufangen.
Wirtschaftsministerin Ilse Aigner ist unsere Schirmherrin. Ursprünglich wollte sie zur Eröffnung kommen. Nun musste sie aus einem aktuellen Anlass absagen, so dass Oberbürgermeister Michael Cerny den offiziellen Messeauftakt am Samstag bestreitet.Veranstalter Thomas Resch


Hintergrund"Diese Veranstaltung hat sich mit den Jahren zur Leitmesse der Baubranche in der Oberpfalz entwickelt", sagt ACC-Chefin Petra Strobl stolz über die Oberpfälzer Baumesse. Darüber freut sie sich nicht nur fürs ACC, sondern auch für die Stadt, die so "als Messestandort gestärkt wird". Auch die hohe Besucherzahl sei eine "gute Werbung fürs ACC".

Geöffnet ist dort an beiden Tagen jeweils von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet vier Euro; Kinder bis zwölf Jahre sind frei - für sie gibt es auch wieder eine Kinderbetreuung im Haus. Weitere Infos und alle Details bieten die Messe-Homepage und der Facebook-Auftritt - beides seit vergangenem Jahr neu und die digitale Ergänzung zum 36-seitigen Messekatalog (www.messe-amberg.de und www.facebook.com/oberpfa elzerbaumesse). (ath)
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