OTH-Präsidentin skizziert Zukunftspläne
Bereit für neue Rekorde

Bild: Steinbacher
Amberg: OTH |

Das Warmlaufen war nötig, denn vor der neuen Hochschulleitung liegt ein Marathon an Aufgaben. Nach 100 Tagen im Amt drückt OTH-Präsidentin Andrea Klug nun aufs Tempo.

Bereits in zwei Monaten, Mitte März, nimmt das Kompetenzzentrum Kraft-Wärme-Kopplung am Campus in Amberg seinen Betrieb auf. "Das ist natürlich ein Meilenstein für unsere Hochschule", sagte Klug am Freitag bei einer Bilanz über ihre ersten 100 Tage im Amt und einem Ausblick auf die anstehenden Projekte.

Die OTH werde ihr Engagement auf dem Gebiet der Energietechnik erhöhen. Professor Markus Brautsch erhalte noch in diesem Jahr eine Forschungsprofessur, damit er sich noch intensiver mit dem Thema der Kraft-Wärme-Kopplung befassen kann.

Neue Büroräume


Ein Coup ist der OTH auch im Bereich der Medizintechnik gelungen. Die Hochschule hat den Zuschlag für eine von 20 Professorenstellen erhalten, die der Freistaat zur Förderung des digitalen Aufbruchs in Wirtschaft und Wissenschaft ausgelobt hat. Der neue Professor wird sich ab Oktober in Weiden um "digitale Prozessketten in der Medizinischen Versorgung und Medizintechnik" kümmern und mit den parallel dazu entstehenden Professuren an der TU München und an den Universitäten Augsburg sowie Erlangen-Nürnberg vernetzt sein.

Ebenfalls noch in diesem Jahr ist der Umbau des letzten noch verbliebenen Kompaniegebäudes auf dem Amberger Campus geplant. In dem bislang ungenutzten Block zwischen Verwaltung und Fakultät Elektrotechnik, Medien und Informatik entstehen unter der Regie der Gewerbebau weitere Büros und Seminarräume. "Wir gehen davon aus, dass wir mit der Sanierung bis Mitte nächsten Jahres fertig werden", sagte Klug. Die Präsidentin hatte zu Beginn des Wintersemesters Anfang Oktober die Nachfolge von Erich Bauer angetreten, der die OTH zwölf Jahre lang geleitet hatte. Die Hochschule müsse sich ständig weiterentwickeln und ihre Angebote bedarfsgerecht anpassen, verdeutlichte sie. Der Trend gehe vom dualen zum modularen Studium.

Das heißt: Die Studierenden sind zunehmend bereits in der Berufswelt verankert, absolvieren ihre Kurse und Seminare an der OTH über mehrere Jahre zeitlich flexibel. "Die Studenten sammeln dabei Credits und am Ende gibt es dann einen Abschluss." Damit trage die Hochschule nicht nur den Anforderungen der Wirtschaft Rechnung, sondern auch der heterogenen Studierendenschaft. An der OTH studieren längst nicht mehr nur die klassischen Abiturienten von Gymnasien oder FOS/BOS, sondern auch Meistergesellen und Berufstätige mit Zusatzqualifikationen.

OTH prüft sich selbst


Als erste Hochschule für angewandte Wissenschaften in Bayern ist die OTH im Herbst zur Systemakkreditierung zugelassen worden. Verläuft der Prozess erfolgreich, darf die OTH ihre Studiengänge künftig selbst ausgestalten, überprüfen und anpassen. Bislang waren dafür externe Gutachter nötig. (Drei Vizepräsidenten)

Drei VizepräsidentenMit Dienstantritt von Präsidentin Andrea Klug (Fakultät Maschinenbau/Umwelttechnik, Amberg) hat sich die Hochschulleitung neu aufgestellt. Statt wie früher zwei gibt es seit Oktober drei Vizepräsidenten. Damit sind alle vier Fakultäten in der OTH-Spitze abgebildet.

Prof. Christine Hellbach

Die Professorin für Handelsmanagement (Fakultät Betriebswirtschaft, Weiden) ist seit 2009 an der OTH. Ein Jahr nach ihrer Berufung wurde sie zur Frauenbeauftragten der Hochschule ernannt. Hellbach ist Vizepräsidentin für Nachhaltigkeit, Vielfalt und Weiterbildung. Sie setzt sich unter anderem für die Chancengleichheit aller Personengruppe der Hochschule ein und entwickelt neue Angebote zur wissenschaftlichen Weiterbildung.

Prof. Ulrich Müller

Ulrich Müller kam 1999 als Professor für Produktionstechnik und Fabrikplanung (Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen, Weiden) an die OTH. Müller ist als Vizepräsident für die Themen Studium, Lehre und Internationales zuständig. Ein Hauptaugenmerk liegt auf der qualitativen Fortentwicklung der Studienangebote und der Verbesserung des Austausches mit den Partner-Hochschulen in aller Welt.

Prof. Alfred Höß

Alfred Höß ist seit dem ersten Vorlesungstag mit an Bord. Er trat seine Professorenstelle für Elektro- und Systemtechnik (Fakultät Elektrotechnik, Medien und Informatik, Amberg) 1995 an. Höß hat sich unter anderem auf den Gebieten Fahrassistenzsysteme und automatisiertes Fahren einen Namen gemacht. Sein Arbeitsschwerpunkt als Vizepräsident ist die Forschung und der Technologietransfer. (upl)
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