OTH-Projekt mit den Stadtwerken
Spannung im Energiespardorf

Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Schmidt (Mitte, hinten) von der Fakultät Elektrotechnik aus dem Bereich Medien und Informatik der OTH Amberg-Weiden und seine Studenten beim Praxisseminar im Energiespardorf Bayern der Stadtwerke Amberg. Bild: Gajeck-Scheuck

Zum ersten Mal unternahmen die Studenten der Ostbayerischen Hochschule Amberg-Weiden zusammen mit Ihrem Professor Hans-Peter Schmidt, Fakultät Elektrotechnik, einen Besuch zum Energiespardorf Bayern. Was sie erlebten, beeindruckte sehr.

Die Organisation übernahmen die Stadtwerke Amberg mit ihrem Energieberater Thomas Großer. Mit circa 10 000 Euro unterstützte der Energieversorger die Bildungsarbeit des Bund Naturschutz, Kreisgruppe Amberg-Sulzbach, um das Projekt Energiespardorf, das erste in der Region, finanzieren zu können. "Wichtig und unerlässlich sind innovative, effiziente Maßnahmen zur Kosten- und Energieeinsparung und zum Wohl unserer Umwelt", heißt es seitens der Stadtwerke.

Der Clou des Projekts: Schüler können mit Unterstützung der Ausbilder energiewirtschaftliche Themen am Beispiel einer Modellgemeinde/-stadt durchspielen. Exkursionen in die Welt der Energie sind inzwischen zu regelmäßigen Einrichtungen im Zuge des Projekts "Innovativer Lernort Stadtwerke Amberg" geworden.

Den OTH-Studenten gefiel's, zum Beispiel Stefan Steinl und Lena Rybak: "Für uns als Studenten war das elektrische Fahrrad mit dem Wasserkocher ein interessanter Versuch. Daran konnte selbst ausprobiert werden, wie lang und wie stark man treten muss, bis ein Liter Wasser erwärmt wird. Das dauert überraschend lange und ist schon ganz schön anstrengend. Seitdem achten wir bewusst darauf, dass wir wirklich nur noch so viel Wasser aufkochen, wie auch benötigt wird. Außerdem war es besonders erschreckend, wie verschwenderisch ein kleiner Bad-Heizlüfter tatsächlich ist."

Auch den Aufbau des Energiedorfs fanden die Teilnehmer interessant. "Insgesamt war es für uns ein informatives Erlebnis. Wir können uns gut vorstellen, dass besonders Schulklassen sehr viel Spaß und sicherlich einen großen Lerneffekt an diesem Ausflug haben."

Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Schmidt, Fakultät Elektrotechnik, Medien und Informatik, war ebenfalls beeindruckt: "Die Vorlesung Energietechnik für den Studiengang Elektro- und Informationstechnik beinhaltet ein Praktikum, bei dem in diesem Jahr das Energiespardorf mit einbezogen werden konnte. Hier werden den jungen Leuten Szenarien verschiedener Energieeinspeisungs-Varianten und die Auswirkungen der Effizienz von Geräteklassen sehr praxisnah aufgezeigt. Das Verständnis der Zusammenhänge in der öffentlichen Versorgung, das in der Vorlesung theoretisch behandelt wird, wurde so sehr gut vertieft und erweitert."

Insbesondere das Planspiel zur Optimierung der elektrischen Energieversorgung einer Kleinstadt im Hinblick auf die Stromkosten für Endverbraucher ist laut Schmidt für die Studenten "ein wertvoller Beitrag gewesen, um die Praxis der öffentlichen Energieversorgung verstehen zu lernen."

FaktenDie Stadtwerke Amberg sind seit Juli 2014 Innovativer Lernort ILO der Ostbayerischen Hochschule Amberg-Weiden.

ILO soll zur "Lernenden Region" beitragen.

ILO dient der kreativen, kooperativen, vernetzten Lehre auch außerhalb des Hochschul-Campus

Ziel der Kooperation: Studierenden, Professoren, Mitarbeitern der OTH Amberg-Weiden einen Austausch auf fachlicher Ebene bei Gesprächen und Projekten mit den Praktikern aus den Stadtwerken Amberg zu ermöglichen.

Interesse an einer Schulung? Anmeldung beim Bund Naturschutz, Kreisgruppe Amberg-Sulzbach, 09661/34 27, bund.naturschutz-as@asamnet.de; Obere Gartenstraße 3, 92237 Sulzbach-Rosenberg. Schulungsort: Stadtwerke Amberg, Gasfabrikstraße 16, 92224 Amberg. Kursdauer: vier Schulstunden.


Es war besonders erschreckend, wie verschwenderisch ein kleiner Bad-Heizlüfter tatsächlich ist.Stefan Steinl und Lena Rybak, Studenten an der OTH
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