Peta-Protest gegen Baumarkt-Kette
Kleintiere sind keine Ramschware

Protest mit nackter Haut bei einem Grad minus, und kaum einer schaut hin. Da gehört schon viel Idealismus dazu. Bild: gf

Je braver der Protest, desto geringer die Aufmerksamkeit. Dazu war es noch reichlich kalt. Da nützt selbst nackte Haut nichts, um die Reduzierung von Kleintieren auf den Aspekt der bloßen Handelsware möglichst effektvoll anzuprangern.

Das war und ist das Anliegen der Tierschutzorganisation Peta, die es immer wieder versteht, mit spektakulären Aktionen auf ihre Anliegen hinzuweisen. Die jüngste Aktion richtet sich gegen die Kette Hagebaumarkt, gemeint sind aber alle Baumarkt- und Gartencenter-Filialisten, die im großen Stil mit Kleintieren handeln.

"Tiere sind keine Ware", protestiert Peta und wendet sich gegen die Zuchtbedingungen, unter den beispielsweise Streichelhasen im großen Stil produziert werden. Die Tierrechtsorganisation hat ihren Angaben zufolge herausgefunden, "dass Hagebau einen großen Teil seiner Tiere mittels zwischengeschalteter Großhändler aus tierquälerischen Zuchtanlagen (...) bezieht". Für die Amberger Filiale trifft das aber kaum zu. Hier werden nur Aquariums-Zierfische angeboten. Zwölf Stationen wird Peta - ein Hase ziert das Logo der Organisation - bei dieser Kampagne ansteuern. "Alles ordentlich angemeldet", unterstrich als zuständige Aktivistin Alena Thielert, als die dreiköpfige Gruppe von Protestierenden am Dienstagnachmittag in der Fuggerstraße an der Abzweigung zum Hagebaumarkt Position bezog. Für wenige Minuten nur. Denn Marco, der laut Pressemitteilung "mit traurigem Blick und nur im Bikini als Kaninchen verkleidet in einem Einkaufswagen" auf Missstände bei der Kleintierzucht zu Handelszwecken hinwies, wurde es dann doch schnell zu kalt.
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