Pfarrei St. Michael vor finanziellem Kraftakt
Dach über Sakristei undicht

Günther Fischer (links) wurden besondere Ehren für sein Lebenswerk in der Pfarrei St. Michael zuteil. Er war rund 30 Jahre Kirchenpfleger und hatte danach für rund zehn Jahre die Verwaltung des Kindergartens übernommen. Pfarrgemeinderatssprecher Markus Mußemann (Mitte) und Pfarrer Alois Berzl überreichten eine Urkunde für das jahrzehntelange Engagement. Bild: ads

Hinter der Pfarrei St. Michael liegen arbeits- und ereignisreiche zwölf Monate. Logisch, dass Pfarrer Alois Berzl nach dem Jubiläums allen dankte, die an den Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen beteiligt waren. Der Blick in die Zukunft verspricht aber nicht nur Gutes.

Amberg. (ads) Zum Dankeschön der besonderen Art wurde der Neujahrsempfang. Alle Helfer und Mitarbeiter waren eingeladen. Ein Stehempfang mit Imbiss schloss sich den Ansprachen von Pfarrgemeinderatssprecher Markus Mußemann und Pfarrer Alois Berzl an. Ein Schwerpunkt lag natürlich auf dem Jubiläum. Thematisiert wurden aber auch das undichte Kirchendach, die Integration der Flüchtlinge, der nachlassende Kirchenbesuch und die Austritte.

Unter dem Motto 50 Jahre Pfarrgemeinde St. Michael stand 2015, "für das wir ein Programm aufgelegt hatten, das es durchaus in sich hatte und das sicher auch nicht immer einfach zu stemmen war", erinnerte Markus Mußemann. Er dankte allen, die mitgewirkt haben. Mit dem Blick auf 2016 erwähnte der Redner die Installation und Einweihung einer neuen Orgel für die Hauptkirche. Beides sei im Frühjahr geplant. Es werde "nur ein elektronisches Instrument sein", sagte Mußemann. Eine Pfeiffenorgel sei nicht zu finanzieren. Danach kam er auf das Kirchengebäude zu sprechen. Das Dach über der Sakristei sei undicht: "Noch können wir gar nicht absehen, ob und wie umfangreich eventuell eine Dachsanierung erforderlich ist und welchen Einfluss das dann auf weitere bisher geplante Sanierungen im Innenraum der Kirche hat, da unser finanzieller Spielraum begrenzt ist." Mußemann kündigte diverse Spendenaktionen für die Kirche an.

Die Integration von Asylsuchenden und anerkannten Flüchtlingen werde die Pfarrei iheuer mehr beschäftigen als 2015. Dabei handle es sich um eine schwierige Aufgabe, da die Pfarrgemeinde nur auf wenig Erfahrungswerte zurückgreifen könne. Zum Schluss sprach Mußemann die rückläufigen Kirchenbesuche und die Austritte an, deren Ursachen vielschichtig seien. Deshalb könne es keine Patentlösung geben. Mußemann thematisierte die Familien-Synode, die Papst Franziskus einberufen hatte und bei der ein großer innerkirchlicher Konflikt sichtbar geworden sei. Ein anonym veröffentlichter Brief eines Kurienkardinals, der harte Kritik am Papst übt, zeige, wie steinig der Weg zur Reform sei.

Nach den Ansprachen wurde Günther Fischer für seine außergewöhnlichen Verdienste für die Pfarrei gewürdigt. Er war rund 30 Jahre lang Kirchenpfleger und etwa zehn Jahre mit der Verwaltung des Kindergartens St. Michael beauftragt.
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