Polizeigewerkschaft zieht Bilanz - Personalratswahlen stehen jetzt vor der Tür
Von Stammtisch bis Sommerfest

Der Kreisverband Amberg der Deutschen Polizeigewerkschaft ehrte treue Mitglieder (von links): Vorsitzender Georg Söldner, Reinhold Neubauer, Karl-Heinz Herold, Gerhard Walz, stellvertretender Bundesvorsitzender Michael Hinrichsen und Peter Hofrichter. Bilder: hfz (2)

-Sulzbach. Der Kreisverband Amberg der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) hat im Kongresszentrum in Amberg seine Jahreshauptversammlung abgehalten.

Vorsitzende Georg Söldner blickte dabei auf das vergangenen Jahr zurück. Den monatlichen Stammtisch erwähnte er ebenso wie Sommerfest und Preisschafkopf. Schwerpunkt in den nächsten Wochen werde die bevorstehende Personalratswahl sein, erklärte Söldner. Seinen Worten nach gelte es, alle Mitarbeiter zu motivieren, von ihrem Wahlrecht zur Personalvertretung Gebrauch zu machen. Kassier Michael Kaschny legte ebenfalls seinen Bericht vor, die Kasse hatte Wolfgang Meier geprüft.

Nach einer Brotzeit wurden langjährige Mitglieder geehrt. Seit 60 Jahren gehört Franz Techet aus Schwarzenfeld der Gewerkschaft im Deutschen Beamtenbund an. Der Jubilar war nicht anwesend.

Insgesamt gab es 19 Ehrungen für Mitglieder, die seit 25 und 40 Jahren dabei sind.

Forderungen der PolizeigewerkschaftMichael Hinrichsen, stellvertretender Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) und Personalratsvorsitzender in der Oberpfalz, war zur Jahreshauptversammlung des Kreisverbandes Amberg gekommen, um über Themen aus den Landes- und Bundesgremien zu sprechen.

Personalsituation

Gerade die angespannte Personalsituation in der Oberpfalz und die Forderung der DPolG, alle Ruheständler zeitnah zu ersetzen, rückte er in den Fokus. Michael Hinrichsen betonte darüber hinaus, dass nicht reine Zahlenspiele um Sollstellen oder verfügbare Personalstärke im Mittelpunkt stehen sollten. Dort, wo entsprechender Bedarf bestehe, sollte entsprechend Personal eingesetzt werden.

Zulagen

Die Anhebung der Zulagen für Dienst zu ungünstigen Zeiten (für Schichtdienstleistende, die am Wochenende und an Feiertagen arbeiten) sollte nach jahrelangen Forderungen auf ein vernünftiges Maß erfolgen, so Hinrichsen.

Sicherheitsstruktur

Ein Schwerpunkt liegt für Hinrichsen auf der veränderten Sicherheitsstruktur durch den drohenden Terrorismus. Es gelte, die Polizeibeamten, die wahrscheinlich zuerst am Tatort eintreffen (dies seien die normalen Streifenbeamten), entsprechend auszurüsten.

Arbeitszeitmodelle

Hinrichsen kam auf die Pilotierung von Arbeitszeitmodellen, die gerade in der Oberpfalz starteten, zu sprechen. Ein von der DPolG in Auftrag gegebenes Gutachten komme zu dem Schluss, das derzeitige "Bayernmodell" (Früh- und Nachtschicht an einem Tag und Nachtschicht 12 Stunden mit anschließender Freizeit) sei EU-konform.

Body-Cam und Teaser

Weitere Themen waren die geplante Einführung einer Body-Cam und eines Elektrodistanzgerätes (Teaser), Beförderungsmöglichkeiten gerade im Bereich A 9 mit Amtszulage und zu A 12.
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