Pop-Song aus Amberg wird tausendmal auf Youtube geklickt
Zinnbauers greifen nach Gold

Die beiden Amberger Philipp und Jana Zinnbauer starten gerade mit ihrem Elektro-Pop-Song "B.Y.S" bei Youtube voll durch. Bild: Michael Uebler

Die rund 80 Stunden Arbeit an den Mischpult-Reglern haben sich offensichtlich gelohnt. Über 14.000 Klicks hat das Lied "B.Y.S" (ausgesprochen "By your side") auf Youtube schon generiert. Tendenz: rasant nach oben.

"Wir hoffen natürlich, dass der Erfolg weitergeht!" Wir, das sind Philipp Zinnbauer (22), der in Regensburg Musik und Sport für einen Job als Realschullehrer studiert, und seine Cousine Jana Zinnbauer (16), Schülerin am Max-Reger-Gymnasium. "Es liegt nun an den Leuten, den Song zu hören, ihn hoffentlich gut zu finden und eben dann immer weiter zu teilen und zu teilen."

Die Reaktionen im Netz auf den Titel der beiden Amberger sind jedenfalls durchwegs positiv. "B.Y.S" hat Ohrwurmcharakter. "Es ist schwierig, das Lied in ein Genre einzuordnen, es ist natürlich ein Pop-Song, Elektro-Pop trifft am ehesten zu", erklärt Philipp Zinnbauer seine Produktion, die auf Youtube zu hören und in den gängigen Portalen wie Amazon, Spotify, Deezer oder Apple Music erhältlich ist. Entstanden ist das musikalische Erstlingswerk im heimischen Tonstudio im Keller des Wohnhauses von Philipp. "Es war auf einer Familien-Geburtstagsfeier, als Jana und ich zum Spaß meinten, machen wir doch mal zusammen ein Lied." Die Chemie stimmte. Knapp sechs Stunden dauerte das Einsingen des von der 16-Jährigen selbst verfassten Textes. "In dem es, was auch sonst, um Liebe und Gefühle geht", erklärt Philipp lächelnd. Dann folgten das Mixen, Mastern, Produzieren und stundenlange Feilen an den Feinheiten.

Der Lehramtsstudent machte das alles selbst, auch an der Stimme seiner Cousine ist nichts nachgebessert. "Die ist so gut und so genau, da muss man nichts dran machen", lobt der junge Mann, der selbst ein gefragter Schlagzeuger ist, ausgezeichnet Klavier spielt und momentan auch noch Gitarre lernt. Mit Musik Geld verdienen? "Ja sicher, prinzipiell wäre das genau mein Ding. Aber es ist eben sehr, sehr schwer, mit seiner Musik überhaupt erst mal durchzukommen. Man muss das realistisch sehen, es gibt von vielen Tausend Bands, die es versuchen, vielleicht eine, die von ihrer Musik leben kann, also gut leben kann. Momentan bin ich froh, dass ich meine zwei Hobbys Musik und Sport vereinen kann."

Wenn es mit der Künstlerkarriere doch nicht klappt, sieht das Philipp halb so wild. "Ich bin später einmal auch sehr gerne Lehrer."

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