Preisgekrönte Werke
Kunst im Zeichen der Pflege

Schulleiterin Claudia Staudinger (rechts) nahm mit ihren Pflegeschülerinnen (von links) Lucy Freller, Magdalena Seidl, Tamara Ebermann und Anja Schuhmann den German-Red-Cross-Art-Award in Berlin entgegen. Bild: Christian Lietzmann)
 
So sehen die preisgekrönten Werke der Krankenpflegeschüler aus St. Marien aus: sieben Stelen symbolisieren jeweils einen der berufsethischen Grundsätze der Rotkreuzschwestern. Bild: Mariella Kramer/Klinikum

Im Umgang mit Kranken sind neben enormem Fachwissen auch jede Menge Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen gefragt. Fertigkeiten, die alle Berufsfachschüler am Klinikum immer wieder auf kreative Weise erlernen dürfen. Dafür gab es jetzt sogar einen Preis.

Amberg. So auch bei ihrem Kunst-Projekt zum Thema "berufsethische Grundsätze", für das die Gesundheits- und Krankenpflegeschüler laut einer Pressemitteilung jetzt auf der Fachtagung der Rotkreuzschwestern in Berlin mit dem German-Red-Cross-Art-Award ausgezeichnet worden sind. "Die Schwesternschaft des Deutschen Roten Kreuzes hatte anlässlich des 20. Geburtstages der berufsethischen Grundsätze zu einer Mitmach-Aktion aufgerufen, an der wir teilgenommen haben", erklärt Schulleiterin Claudia Staudinger. Dabei sei es darum gegangen, Werte wie Menschlichkeit, Unparteilichkeit und Universalität künstlerisch auszudrücken. In Gemeinschaftsarbeit mit den Lehrern entstanden sieben Kunstwerke, die jeweils einen der ethischen Grundsätze symbolisieren. Bei der Umsetzung hatten die Schüler vollkommen freie Hand, was die Wahl der Materialien betraf. So entstanden Skulpturen aus Ton, Gips oder Alltagsgegenständen.

Passend zu den abfotografierten künstlerischen Arbeiten reichten die Schüler auch die Ideen, die hinter ihren Werken standen, ein. Dieser Reichtum überzeugte nicht nur die Redaktion des Magazins "Rotkreuzschwestern", das die Arbeiten der Amberger Schüler abdruckte. Die Kunstwerke schafften es jetzt auch bis zur Sonderausstellung der Fachtagung der Rotkreuzschwestern nach Berlin, zu der stellvertretend Schulleiterin Claudia Staudinger, ihre Lehrerkolleginnen Katrin Guttenberger und Margareta Zinkl sowie die vier Schülerinnen Tamara Ebermann, Magdalena Seidl, Lucy Freller und Katrin Neubauer angereist waren.

Hier wurden die Werke gemeinsam mit sechs weiteren Beiträgen von einer siebenköpfigen Jury beurteilt - und die Entscheidung fiel auf die Exponate aus Amberg. "Der German-Red-Cross-Art-Award ist für uns eine wichtige Auszeichnung und bekommt einen Ehrenplatz in der Vitrine im Eingangsbereich", wird Staudinger in der Mitteilung zitiert.

Ethische GrundsätzeDie Berufsfachschulen für Kranken- und Kinderkrankenpflege des Klinikums St. Marien legen während der dreijährigen Ausbildung laut einer Mitteilung großen Wert darauf, den Schülern auch ihre ethische Verpflichtung gegenüber den Patienten bewusst zu machen. In Projektarbeiten werden oft komplexe Themen praxisnah umgesetzt, umso einen besseren Zugang zur jeweiligen Thematik zu vermitteln. So auch bei dem Projekt anlässlich des 50. Geburtstags der Rotkreuzgrundsätze - Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit, Universalität. 1965 hatte die internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung in Wien diese sieben Grundsätze in der heute bekannten Formulierung beschlossen. An diesen Werten orientieren sich alle Aktivitäten des Deutschen Roten Kreuzes und auch das berufliche Handeln der Gesundheits- und Krankenpfleger des Klinikums St. Marien.
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