Rausch-Einbruch im Sozialamt
Zwei Asylbewerber werfen Hammer weg, als die Polizei auftaucht

Sie hatten sich vermummt und trugen einen Hammer bei sich. In einer Januarnacht drangen die beiden Asylbewerber in ein Amtsgebäude der Stadt vor und suchten dort nach Geld. Auf ihrer überstürzten Flucht wurden beide von der Polizei gestellt.

Kurz nach 4 Uhr waren die Diebe am 27. Januar dieses Jahres in das Gebäude am Spitalgraben gelangt, in dem sich das Sozialamt und das Einwohnermeldeamt befinden. Mit einem Hammer schlugen sie die Scheibe zu einer Zugangstür ein; nur ein paar Schritte weiter war erheblicher Schaden an weiteren Türen zu verzeichnen.

Als die beiden Männer, 23 und 26 Jahre alt, jetzt vor Amtsrichterin Sonja Tofolini saßen, stellte sich heraus, dass es eine Frau gab, die Beobachtungen machte, den Schein von Taschenlampen sah und die Polizei alarmierte. "Wir waren beim Bahnhof", sagte jetzt ein Streifenbeamter und berichtete mit seiner ihn damals begleitenden Kollegin, dass sie in dem Moment vorfuhren, als die Täter flüchteten. Einer von ihnen warf den Hammer weg. "Wir hatten ihn nicht dabei, um uns möglicherweise zu wehren", erfuhr die Vorsitzende.

Die Einbrecher gerieten zunächst aus dem Blickfeld der Beamten. Noch während die Uniformierten Verstärkung anforderten, fahndeten sie intensiv weiter. Beim Nabburger Tor hatte die Verfolgungsjagd ein Ende. Bei ersten Ermittlungen stellte sich heraus, dass die in einem Amberger Wohnheim lebenden Männer getrunken hatten. "Es war der erste Alkoholgenuss unseres Lebens", ließen sie jetzt im Gerichtssaal übersetzen. Ob das stimmte, versah Staatsanwältin Franziska Wilhelm mit einem Fragezeichen. Denn zumindest der ältere der beiden Asylbewerber hatte vor der Polizei angegeben, er spreche des Öfteren alkoholischen Getränken zu.

Ganz generell räumten die Männer den Einbruch ein. Sie waren damals offenbar auf der Suche nach Geld. Wenige Stunden nach dem erfolglosen Beutezug, der für sie mit Festnahmen endete, hatte ein Untersuchungsrichter Haftbefehl erlassen. Seither saßen sie fünf Monate hinter Gittern. Gegen sie verhängte die Richterin jetzt Freiheitsstrafen von jeweils knapp einem Jahr und setzte sie zur Bewährung aus.
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