Rivalisierende Gruppen verabreden sich am Rande des Eishockeyspiels zu Keilerei
Polizei stoppt Massenschlägerei

Im Straubinger Eisstadion verlief die Begegnung zwischen dem EHC und dem ERSC Amberg völlig unkompliziert. Randale samt gezielter Verabredung dazu war draußen am nahe gelegenen Kinseherberg geplant. Bild: hfz

Amberg/Straubing. Es hört sich nach einer geplanten Massenschlägerei an. Davon geht auch die Polizei aus, die es am Freitagabend in Straubing am Rande des Eishockeyspiels zwischen dem dortigen EHC und den Amberg Wild Lions mit einer Auseinandersetzung von 60 bis 80 Leuten zu tun bekam. Offenbar hatten sich rivalisierende Gruppierungen aus den beiden Lagern, die man kaum als Fans bezeichnen kann, zu einer Prügelei in Stadionnähe verabredet.

Handschuh mit Sand gefüllt


Am Kinseherberg trafen sie gegen 20 Uhr kurz vor Beginn der Landesligapartie aufeinander. Fast zeitgleich gingen bei den Beamten in Straubing mehrere Meldungen darüber ein. Als nur wenige Minuten später der erste Streifenwagen eintraf, löste sich der Spuk rasch auf. Viele der 60 bis 80 gewaltbereiten Männer machten sich in alle Himmelsrichtungen aus dem Staub, heißt es im Pressebericht der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Niederbayern.

Mit verstärkten Kräften aus den umliegenden Dienststellen und der Straubinger Zentrale gelang es den Ordnungshütern dennoch, insgesamt 58 Personen zu identifizieren, die mit dem Vorfall in Verbindung gebracht werden konnten. In Tatortnähe fanden sie außerdem "diverse Vermummungsgegenstände", mit Sand gefüllte Handschuhe und eine sogenannte Bissschiene. All das deutet darauf hin, dass das Aufeinandertreffen geplant war.

Landfriedensbruch per SMS


Das bestätigten nach Auskunft der Beamten ferner einige Aussagen von Beteiligten und der teilweise nachvollzogene Schriftverkehr auf Mobiltelefonen. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen wurde glücklicher Weise niemand verletzt. Die Kripo Straubing ermittelt dennoch wegen Landfriedensbruchs. Außerdem sorgte sie dafür, dass die aus Amberg und Umgebung stammende Gruppierung durch Beamte des Polizeipräsidiums Oberpfalz nach Hause begleitet wurde. Weitere Kräfte überwachten außerdem das Eishockeyspiel im Stadion, bei dem es aber völlig friedlich blieb. Auch im Anschluss kam es zu keinen weiteren Zwischenfällen, meldete die Straubinger Polizei.

Sie sucht aber nach Zeugen, die den Vorfall am Kinseherberg beobachtet haben und weitere Hinweise geben können. Wer etwas gesehen hat, soll sich bei der Kripo Straubing (09421/868-0) oder bei jeder anderen Polizeidienststelle melden.
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