Rohr und Erde brechen
Über 13.000 Amberger ohne Wasser [Aktualisierung]

Bei der Amberger Périgueux-Brücke ist am Freitagmorgen ein Rohr geplatzt.

Die Störungsstelle der Stadtwerke und die Notfallnummern der führenden Installateure waren dauerhaft belegt. Mehr als 13 000 Amberger waren am Freitagmorgen ohne Wasser. Bei der Périgueux-Brücke war eine in die Jahre gekommene Ringleitung gebrochen. Die größte im Stadtgebiet.

Die erste Meldung erreichte die Stadtwerke um 6.50 Uhr. Ein Anrufer teilte mit, dass in allen Zimmern kein Wasser aus den Hähnen kam. Meldungen wie diese häuften sich im Sekundentakt. Polizei, Siemens, Jura-Werkstätten, Milchhof und Asylbewerberunterkunft, sie alle wurden in Mitleidenschaft gezogen. Wie weite Teile des Stadtgebiets.

Laut Stadtwerksprecherin Karoline Gajeck-Scheuck war mehr als ein Drittel aller Amberger Haushalte von dem Bruch "der größten Leitung, die wir haben", betroffen. Vor Ort war die Ursache nicht zu übersehen. In Nähe der Périgueux-Brücke hatte ein altes Gussrohr dem Druck nicht mehr standgehalten. Schnell war danach klar: Der Rohrbruch ist einer der größten in der jüngeren Geschichte. Nur im April 2011 war es laut Gajeck-Scheuck noch schlimmer.

Damals waren über 30.000 Amberger ohne Wasser. Gebrochen war vor fünf Jahren übrigens ebenfalls ein Rohr in Nähe des Jugendzentrums. Die betroffene Stelle sei seinerzeit komplett erneuert worden, nicht aber der ganze, teils 60 Jahre alte Ring. Das wäre zu teuer gewesen, werde nun aber nachgeholt.

Bei so einem Leitungsbruch kann das schon mal einen halben Tag dauern. Das wäre nichts Ungewöhnliches.Stadtwerkesprecherin Karoline Gajeck-Scheuck

Kurz vor 9 Uhr meldeten die Stadtwerke Vollzug. Das Wasser fließe wieder, wenngleich nicht mit vollem Druck. In höheren Lagen wie Gailoh habe dieser Zustand etwas länger gedauert. Nicht betroffen waren die Bewohner der Altstadt, Raigerings und des Bergviertels. Sie beziehen ihr Trinkwasser aus der Urspringer Quelle. Betroffen waren am Freitag die Leitungen, die an das Engelsdorfer Werk angeschlossen sind.

Noch am Vormittag atmete Gajeck-Scheuck mit einem Lob für die Spezialisten der Stadtwerke auf: "Bei so einem Leitungsbruch kann das schon mal einen halben Tag dauern. Das wäre nichts Ungewöhnliches."
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Markus Ritter aus Amberg in der Oberpfalz | 19.02.2016 | 15:57  
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