Rotes Kreuz ehrt Spender
225 Mal Blut gespendet

Der Vorsitzende des BRK-Kreisverbandes Amberg-Sulzbach, Gerd Geismann (von links), der Sachgebietsleiter Gesundheit bei der Regierung der Oberpfalz und der Vorsitzende BRK-Kreisverband Regensburg, Heinrich Körber zeichneten Werner Rupprecht (Kirchenthumbach), Hans Heining (Schnaittenbach) und Siegmund Karl (Sengenthal) aus. Rechts Georg Götz, der Geschäftsführer des BRK-Blutspendedienstes. Bild: gfr

Weit über 100 000 Leben konnten mit dem Blut gerettet werden, dass sich die Mehrfachblutspender abnehmen ließen, die am Donnerstag in Amberg bei der Blutspendegala der Oberpfälzer BRK-Keisverbände für 75 und mehr Blutspenden geehrt wurden. Rekordhalter ist mit 225 Blutspenden Hans Heining aus Schnaittenbach (Kreis Amberg-Sulzbach). Georg Götz, Geschäftsführer des Blutspendedienstes ist sich sicher, dass es in Deutschland keinen Blutspender gebe, der öfter beim Blutspenden gewesen sei.

Insgesamt haben die 389 geehrten Blutspender aus der Oberpfalz 36 850 Mal Blut gespendet und damit mehr als 100 000 Menschen das Leben gerettet, sagte Götz. Geehrt wurden Spender mit 75 und mehr Spenden. Drei ragten heraus: mit je 175 Blutspenden Werner Rupprecht aus Kirchenthumbach (Kreis Neustadt/WN) und Siegmund Karl aus Sengenthal (Kreis Neumarkt) sowie der Spitzenreiter mit 225 Spenden, Hans Heining aus Schnaittenbach (Kreis Amberg-Sulzbach).

Blutkonserven seien dringend notwendig, sagte Götz, weil Blut zu Transfusionszwecken nicht künstlich hergestellt werden könne. Dank der Spendenbereitschaft, die in Bayern mit sieben Prozent doppelt so hoch liegt wie im restlichen Bundesgebiet, könne der BRK-Blutspendedienst den täglichen Bedarf von 2000 Blutkonserven sicherstellen.

Deutliche Worte "pro Blutspende" fanden bei der Gala BR-Moderator Michael Sporer, der Kabarettist Chris Boettcher und der 26-jährige Felix Brunner. Er überlebte einen schweren Bergunfall nur, weil ihm während seines acht Monate dauernden künstlichen Komas etwa 800 Bluttransfusionen gegeben wurden.

Brunner ist Motivationstrainer. Er hat kürzlich sein Diplom für Sportmarketing erhalten und kämpft um die Teilnahme bei den Paralympics. "Mir geht es gut" so sein Motto, "ich hab halt ein Handikap, womit ich leben kann". Aufgaben gib es für Brunner nicht, so hat der Rollstuhlfahrer mit dem Handbike die Alpen überquert, dabei 480 Kilometer zurückgelegt und gut 12000 Höhenmeter überwunden, teilweise auf schmalen Schotterwegen nur wenige Zentimeter am Abgrund entlang, wozu man schon eiserne Nerven braucht.
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