Schriftsteller bringt Flüchtlingskindern Deutsch bei
Sprachliches Happy End

Der Autor und die Flüchtlingskinder: Friedrich Brandl erzählt pantomimisch. Bild: hfz

Wenn ein Meister des Wortes wie der bekannte Amberger Lyriker und Schriftsteller Friedrich Brandl Flüchtlingskindern Deutsch beibringt, wird der Unterricht zu einem Theaterstück.

Eine Sprache zu lernen, bedeutet alltägliche Übung, mehrere Stunden Arbeit, manchmal sehr harte. Ohne engagierte Erzieherinnen und Lehrerinnen, ohne ehrenamtliche Lesepaten, die sich Tag für Tag mit den Kindern befassen, wäre der Erwerb der Sprache nicht möglich.

Friedrich Brandl, den der Caritasverband Amberg-Sulzbach als ehrenamtlichen Helfer gewonnen hat, hilft den Asylbewerbern nicht nur mit Spenden. Innerhalb der Hausaufgabenbetreuung und Deutschförderung des Sozialdienstes katholischer (SkF) hat er eine Reihe von Vorlesungen für Flüchtlingskinder angeboten, von ihm selbst begleitet mit Gitarrenspiel und Gesang.

In seiner ersten "Unterrichtsstunde" erzählte Brandl die Geschichte eines Jungen, der einen Geldbeutel auf der Straße findet und nach seinem Besitzer sucht. Dank des schauspielerischen Geschicks und der leidenschaftlichen Art und Weise, mit der Brandl diese Geschichte bildlich darstellte, haben die Mädchen und Buben, die erst seit Kurzem in Deutschland sind, nicht nur alles verstanden, sondern auch mit großer Begeisterung mitgespielt.

Die Geschichte hat ein Happy End: Der Besitzer der Geldbörse wird gefunden, der Junge für seine Mühe mit einem Eis belohnt. "Auch für diese Flüchtlingskinder wird es ein Happy End geben, wenn sie mit großem Fleiß und Ausdauer ihren Lernprozess vorantreiben", ist sich der Caritasverband in einer Pressemitteilung sicher. Gerade solche Veranstaltungen und Erlebnisse vermittelten den Kleinen die nötige Motivation und führten sie spielerisch an die deutsche Sprache heran.

Die Caritas freue sich außerordentlich über die weitere Zusammenarbeit mit dem prominenten Amberger Brandl.
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