Schüler helfen Krebspatientinnen
Herzen kommen von Herzen

Die Klassensprecher Anna Rosenberg und Nico Schmidt (vorne) waren mit ihrer Lehrerin Barbara Hauer (oben rechts) nach Amberg gekommen, um die Herzkissen an Irmgard Schneider zu übergeben. Bild: Gräß (Klinikum)

Von Fasching bis Ostern waren sie fleißig, die Fünftklässler der Mittelschule Wernberg-Köblitz. Fünf Wochen lang haben sie Kissen genäht. In Herzform für Brustkrebs-Patientinnen aus dem Klinikum St. Marien.

Amberg/Wernberg-Köblitz. Jetzt haben die Klassensprecher Anna Rosenberg und Nico Schmidt mit ihrer Handarbeitslehrerin die fertigen Kissen übergeben. "Wir freuen uns sehr über diese Spende", wird Irmgard Schneider in einer Mitteilung aus St. Marien zitiert. Zusammen mit ihrer Kollegin Manuela Ehebauer betreut sie Brustkrebs-Patientinnen.

Mit kleiner Botschaft


Die medizinische Versorgung entspreche den neuesten Standards. "Trotzdem gehört zu einer guten Rundumversorgung noch viel mehr als die medizinische Seite", sagt Prof. Dr. Anton Scharl, der Leiter der Frauenklinik. Auch die Psyche spiele bei einer Krebserkrankung eine große Rolle. Deshalb seien gerade solche Gesten wichtig. Scharl erklärt zudem: "Jedes der Kissen ist mit einer kleinen Botschaft von den Schülern versehen. Das zeigt unseren Patientinnen, dass andere an sie denken." Die Idee zur Aktion war von Barbara Hauer gekommen. Die Handarbeitslehrerin hatte im Internet von den Herzkissen gelesen und ihre Schüler gefragt, ob sie Lust hätten, welche zu nähen. Und sie hatten.

Im Unterricht gemacht


16 Kissen sind insgesamt zusammengekommen - 15 von den Schülern und eines von der Lehrerin. "Wir haben ja nur 90 Minuten Handarbeit. Da musste die Nähmaschine erklärt werden und dann wurde geübt, bis wir uns tatsächlich an die Kissen herangetraut haben. Gut Ding will Weile haben", schildert Barbara Hauer.

Die Kissen haben eine spezielle Form, die frisch operierten Brustkrebs-Patientinnen hilft, die Druck- und Narbenschmerzen zu lindern. Immer wieder bekommt das Klinikum derartige Kissenspenden. Manche Gruppen nähen sogar regelmäßig. So wie Elfriede Auer aus Moos und ihre Mitstreiterinnen.
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