Schwunghafter Handel mit Subutex-Tabletten
Drogenhandel aus der Haft gemanagt

Einem 62-Jährigen ist es gelungen, über längere Zeit hinweg einen schwunghaften Handel mit Subutex-Tabletten in der Amberger Justizvollzugsanstalt aufzuziehen. Vor dem Landgericht schilderte der aus Regensburg stammende Mann, wie er seine Deals mit dem bei süchtigen Häftlingen begehrten Drogenersatzmittel organisierte. Ausgestattet mit eingeschleusten Handys bestellte er die Tabletten bei einem Berliner Lieferanten.

Der schickte die georderte Ware an eine Adresse in Regensburg. Dort wurde sie in der Regel von Gefangenen abgeholt, die gerade Freigang hatten. Zurück in der JVA, schmuggelten sie insgesamt 370 Tabletten am Wachpersonal vorbei. Bezahlt wurde die heiße Ware von Angehörigen und Bekannten der Häftlinge. Sie überwiesen die fälligen Beträge auf ein Konto in Regensburg. Unter Berücksichtigung seines umfassenden Geständnisses bekam der ohnehin schon eingesperrte Rauschgifthändler vier Jahre und drei Monat Haft. Sein Verteidiger Michael Haizmann (Regensburg) sagte im Plädoyer, er kenne weit und breite keine Haftanstalt, in der so mit Drogen gehandelt werde, wie in Amberg.
Weitere Beiträge zu den Themen: Justizvollzugsanstalt Amberg (7)Drogenhandel (10)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.