Sebastianswoche
Letzte Hüter einer Tradition

"Unsere Jahre zu zählen, lehre uns, damit wir ein weises Herz bekommen", mit diesem Psalmspruch kündigte Dekan Hans Roidl seinen Rückzug an. Im nächsten Jahr sei er zur Sebastianswoche 83 Jahre und somit der älteste Geistliche, der je für St. Sebastian verantwortlich war.

Er wünschte sich, dass die schöne Tradition der Sebastianswoche auch nach seinem Rückzug weitergeführt wird. Für einen feierlichen Abschluss sorgten heuer sechs Bläser der Knappschaftskapelle. Den Gottesdienst zelebrierte Roidl in der gleichnamigen Filialkirche der Pfarrei St. Georg.

Nach guter Tradition wird der Abschlussgottesdienst zum Gedenken an die Verstorbenen begangen. Mitglieder des Bergknappenvereins zogen mit Fahnenabordnung und Uniform in die Sebastianskirche ein. Dekan Roidl wies in seiner Predigt darauf hin, dass Amberg über Jahrhunderte bedeutendes Zentrum des europäischen Eisenerzbergbaus und der Eisenverhüttung gewesen sei. Dekan Roidl bezeichnete die Mitglieder des Bergknappenvereins als letzte Hüter dieser Tradition. Seine Predigt war im ersten Teil eine Bilanz für die diesjährige Sebastianswoche im Jubiläumsjahr der Kirche. Die Gottesdienste seien laut Roidl in diesem Jahr unterdurchschnittlich besucht worden, was er mit den widrigen Wetter-Bedingungen begründete. Dank galt all jenen, die trotz des Winters kamen, den Zelebranten aus allen Amberger Stadtpfarreien und der Pfarrei St. Antonius Kümmersbruck, den Spendern für den Blumenschmuck sowie allen, die die Sebastianswoche unterstützt hätten. Im zweiten Teil seiner Predigt widmete sich Dekan Roidl der Tugend der Barmherzigkeit.
Mit den eingegangen Spenden werden wir zwar nicht die Deutsche Bank retten, doch können wir damit die laufenden Betriebskosten von St. Sebastian schultern.Dekan Hans Roidl
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