Seit 35 Jahren gibt es die Christen im Beruf mit ihrer Vortragsreihe
Gott als Businessberater

Ernst Guttenberger ist Gründungsmitglied der Christen im Beruf und blickte beim jüngsten Treffen auf das 35-jährige Bestehen zurück. Bild: hfz

Sie wurden 35 Jahre alt. Aber diesen Geburtstag wollten die Christen im Beruf nicht groß feiern, um nicht den Eindruck zu erwecken, sie würden sich selbst zu wichtig nehmen. Im Gegenteil sind sie bescheiden, stellen sich nicht über andere Glaubensrichtungen und heißen überkonfessionell jeden bei ihren öffentlichen Treffen willkommen.

Auch beim jüngsten im Drahthammer Schlößl, bei dem Gründungsmitglied Ernst Guttenberger dennoch kurz auf die Entstehung der Amberger Gruppe zurückblickte. Selbst dabei stellte er Jesus Christus in den Mittelpunkt, indem er betonte: "Er war unser Berater und Begleiter. Ohne den Geist Gottes hätten wir nicht 35 Jahre durchgehalten."

Von Amerikanern inspiriert


Es begann laut Guttenberger mit ein paar Leuten aus der Amberger Region, die vor über 35 Jahren regelmäßig nach Nürnberg gefahren sind, weil dort "Laien erzählten, wie Gott ihr Leben, ihre Familien, ihren Beruf verändert hat". Neben dem "Lobpreis in Gemeinschaft" habe sie auch die Aufgeschlossenheit und Freundlichkeit der von Amerikanern geleiteten Treffen beeindruckt. "Das war so ergreifend, dass wir gesagt haben, das brauchen wir in Amberg auch", skizzierte Guttenberger den Start des hiesigen Chapters im Juni 1981 im Josefshaus, zu dem schon einen Monat später der heute amtierende Vorsitzende Eckart von Eyb stieß.

Lanze für die Ökumene


Mittlerweile gibt es die international vernetzten Christen im Beruf, die in anderen Ländern Full Gospel Business Men Fellowship heißen, auch in Weiden, Regensburg und Cham. Sie wollen auf dem Weg der Evangelisierung eine Speerspitze sein und "die Rüstung Gottes anziehen", wie Guttenberger es formulierte mit dem Vertrauen, dass ihnen der Herr die Richtung zeigt.

"Von den Leuten, die wir einladen, wissen wir ihre Konfession nicht, aber sie kommen, weil der Geist Gottes sie verändert hat", schilderte das Gründungsmitglied seine Erfahrungen und brach eine Lanze für die Ökumene. "Der Geist Gottes fordert diese Einheit", meinte Guttenberger und rief gleichzeitig auch die Chapter der Christen im Beruf auf, sich stärker zusammenzufinden.

Öffentlich macht die Amberger Ortsgruppe mit jedermann zugänglichen Vorträgen (immer am zweiten Freitag des Monats im Drahthammer Schlößl) auf sich aufmerksam. Jüngst berichtete der Unternehmer Klaus Dennstädt aus Sennfeld von turbulenten Zeiten in seinem finanziell angeschlagenen Küchenstudio, die er mit Gebet und Vertrauen auf Jesus gemeistert habe.

Beten fördert "Zufälle"


Sicher könnten das alles Zufälle gewesen sein, sagte Eckart von Eyb hinterher, um aber diese Einschränkung fürs Beten zurückzunehmen. "Hören wir nicht mit dem Beten auf, sonst könnten auch die Zufälle aufhören", gab er den gut 40 Zuhörern als Rat mit nach Hause.
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