Siedlergemeinschaft Gailoh tagt
Großes Interesse an Bauland

Vorsitzende Regina Rock (links) ehrte mit Siedlerbund-Kreisvorsitzendem Rudolf Sitter (rechts) langjährige Mitglieder der Siedlergemeinschaft Gailoh (von links): Karl Bernklau, Helga Zrenner, Franz Bader, Luzia Niederwald, Hermann Wiesmeth, Josef Augsberger, Hans Gehring und Alfons Siegert. Bild: usc

Das Interesse an Baugrund und Wohneigentum in Amberg hält unvermindert stark an. Darüber informierte Oberbürgermeister Michael Cerny die Gailoher Siedlergemeinschaft.

Cerny würdigte das große Engagement, das der neue Vorstand unter der Regie von Regina Rock zeige. Ihr Ziel sei es, die Gemeinschaft hochzuhalten. Ein Wechsel im Vorstand sei immer eine schwierige Aufgabe.

In zwei Stunden alle weg


Wie die aktuelle Entwicklung in der Stadt zeige, ziehen die Preise für Häuser und Wohnungen gewaltig an, stellte Cerny fest. Extrem groß sei derzeit die Nachfrage nach Bauland. In nur zwei Stunden seien die Baugrundstücke an der Boslarnstraße verkauft gewesen. Auch die acht neuen Bauplätze am Bergsteig hätten schnell Käufer gefunden. Rund 100 Bauplätze plane die Stadt im Drillingsfeld. Auch hier rechnet Cerny mit einem raschen Verkauf. Für den Akazienweg in Ammersricht seien acht Parzellen vorgesehen. Man versuche hier Bauwillige aus diesem Stadtteil zu berücksichtigen.

Auch auf dem Wohnungsmarkt steige der Druck. Vor allem kleinere Wohnungen werden laut Cerny stark nachgefragt. "Es wollen immer mehr junge Leute nach Amberg ziehen und in einer Stadt leben, die recht attraktiv ist", sagte der Rathauschef und merkte an, dass man auch an den Bedarf der Flüchtlinge denken müsse. Dass auch im Landkreis eine große Nachfrage nach Baugrundstücken herrscht, stellte Kreisvorsitzender Rudolf Sitter fest. Als Beispiel nannte er Auerbach. Dort habe man 50 Grundstücke ausgewiesen, die ruckzuck weggegangen seien. Laut Sitter hat der Kreisverband derzeit 33 Gemeinschaften mit rund 7500 Mitgliedern. Leider löse sich die Gemeinschaft D-Programm auf. Das eine oder andere Mitglied werde wohl zur Gemeinschaft Gailoh wechseln, vermutete der Kreisvorsitzende.

Sitter informierte die Gailoher Mitglieder über die Landesaktion "Weg mit der Straßenausbau-Beitragssatzung". Die Erhebung von Straßenausbaubeiträgen nach der Ersterschließung durch die Kommune stoße zunehmend auf Kritik. Der Verband Wohneigentum habe eine Unterschriftenliste an die im Landtag vertretenen Parteien übergeben. Nach Einschätzung des Kreisvorsitzenden werde wohl eine Popularklage notwendig.

Fleißig renoviert


Die Gailoher Vorsitzende Regina Rock sprach von einem gleichbleibenden Mitgliederstand, derzeit 226. Gerne angenommen würden die Kaffeerunden und die Schafkopfabende im Siedlerheim. Dort, im Haus der Feuerwehr, sei auch 2015 unter der Regie von Bernhard Honig in Eigenleistung wieder fleißig renoviert worden. Als vollen Erfolg wertete Rock nach einem Jahr Pause das traditionelle Siedlerfest. In diesem Zusammenhang unterstrich sie den guten Zusammenhalt von Siedlern, Feuerwehr und FSV. Man unterstütze sich gegenseitig. Für 16./17. Juli kündigte sie das Siedlerfest an.

Geehrte MitgliederSeit 50 Jahren gehören Luzia Niederwald, Ludwig Hirschmann, Josef Augsberger, Josef Gmeiner, Otto Langer und Josef Ringer den Siedlern an. Seit 40 Jahren halten Renate Niebler, Helga Zrenner, Karl Hüttner, Max Schmid, Hermann Wiesmeth, Hans Gehring, Karl Bernklau, Franz Bader, Ludwig Weigl, Adolf Schmid und Alfons Siegert ihnen die Treue. (usc)
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