Siemens und der Schrebergarten prägten Ferdinand Pohl
Anzug und Gemüse

Den 90. Geburtstag von Ferdinand Pohl (Mitte) feiern Tochter Hildegard (rechts) und Sohn Bernhard mit seiner Frau Elke. Auch Bürgermeisterin Brigitte Netta (links) gratuliert und überreicht eine Flasche Wein. Bild: Konrad

"Die Schrebergärten am Degelberg sind am schönsten", erzählte Ferdinand Pohl. Am Donnerstag feierte er seinen 90. Geburtstag. Seine große Passion ist das Gärtnern. "Das war ein schöner Ausgleich für mich. In der Arbeit musste ich mit Krawatte und Anzug herumlaufen. Als ich dann nach Hause gekommen bin, hab' ich die alten Klamotten angezogen. Dann ging es raus. Meine Frau hat schon auf mich gewartet. Sie war die Blumengärtnerin und ich war zuständig für Gemüse."

Die Arbeit, das war Siemens: Schon 1940 ging der Sudetendeutsche bei dem Konzern in die Lehre. Nach dem Krieg machte er seinen Meister als Werkzeugmacher in Fulda und arbeitete in der Schweiz. 1960 kam Pohl wieder zurück: In Amberg war er für Siemens Konstrukteur von Spritzgießwerkzeugen, von 1970 bis 1985 Konstruktionsgruppenleiter. Wegen seines ausgeglichenen Wesens bekam er den Spitznamen "Der ruhende Pohl".

Der Jubilar kümmerte sich noch lange nach seiner Pensionierung um den Garten. 32 Jahre werkelte er dort, darunter 17 Jahre als Vorsitzender der Kleingärtnergemeinschaft. Am Donnerstag feierte Sohn Bernhard und Tochter Hildegard mit ihm. Am Samstag kommen noch die Enkel Astrid, Patrick und Michael dazu.
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