So wunderschön kann Luft sein

Perfektes Spätsommerwetter, ein ansprechendes Luftnacht-Programm von 19 bis 23 Uhr und eine lange Einkaufsnacht: All das lockte am Freitagabend Tausende von Menschen in die Innenstadt. Sie bewunderten das, was die Luftkünstler auf die Beine stellten - von Skulpturen aus überdimensionalen Luftwürfeln bis hin zu luftigen Klängen des Druckluftorchesters. Bilder: Petra Hartl (3)
 
Spaß machte es nicht nur den Kindern, in den riesigen Zorbing-Bällen über die Vils zu kullern.

Ungeduldig wartete ein kleiner Bub auf den Massenstart der Luftballons. "Wann geht's los?", fragte er. Da begann auch schon der Countdown zur Eröffnung der Luftnacht. Die Ballons stiegen in den blauen Himmel, vom Rathausbalkon fielen große, silberne Würfel: Die Luftnacht bandelte mit ihren Besuchern an.

Oberbürgermeister Michael Cerny machte es kurz bei der Eröffnung der Luftnacht, sein Dank galt dem Organisationsteam von Stadtmarketingverein und Luftmuseum. Gemeinsam mit den zahlreichen Bürgern, die zu diesem Zeitpunkt schon am Marktplatz waren, zählte er den Countdown zum Massenstart der grünen Heliumballons.

Kaum dass diese in den blauen Abendhimmel gestiegen waren, fielen schon riesige, silberne, mit Luft gefüllte Würfel vom Rathaus-Balkon - spätestens jetzt bandelte die Luftnacht mit ihren Besuchern an. Tausende von Menschen strömten im Verlauf des Abends in die Altstadt, um diese besondere Veranstaltung, kombiniert mit einer langen Einkaufsnacht, zu erleben. Wer möglichst alle Programmpunkte, Aufführungen und Shows erleben wollte, musste sich sputen. Die Kinder zog vor allem die Riesenrutsche in Form eines Space Shuttles magisch an. Spaß machte es, auf der Vils zu spazieren - die Zorbing-Bälle ermöglichten dieses besondere Vergnügen.

Höhepunkt der Luftnacht waren sicherlich die Auftritte der Compagnie de Quidams. Die Franzosen waren bereits vor zwei Jahren mit von der Partie. Diesmal erweckten sie "Herberts Traum" (Le Rêve d'Herbert) zum Leben. Auf Stelzen gehend, verwandelte sich das Quartett in voluminöse Ballonmännchen, vier Meter hoch. Sie tanzten, spielten mit Bällen und ließen eine große leuchtende Kugel in 15 Meter Höhe steigen. Als diese dann, bedeckt mit einem überdimensionalen Tuch, in der Luft schwebte, sah es aus, als würde eine riesige Qualle auf und ab hüpfen. "Ich find's super", freute sich die frühere Stadtmarketingvereins-Vorsitzende Ute Schatz am späten Abend, als die Luftnacht zu Ende ging. "Es hat alles gepasst: Das Wetter war schön, die Künstler waren gut."

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Weitere Bilder im Internet:

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550 LuftballonsFür Tobi van Deisner war es durchaus eine Herausforderung, mit dem Nabburger Tor ein Wahrzeichen der Stadt aus Luftballons zu formen. "Es muss ja stabil sein, damit es bei Wind nicht sofort umfällt." Unterstützung bekam der Augsburger von seiner Freundin Wiebke, die mithalf, mit einer Spezialpumpe die 550 Luftballons in Weiß, Rot und Braun für das Nabburger Tor aufzublasen. Der Künstler hat bereits Spektakuläres aus Luftballons geformt: eine 5,50 Meter hohe Giraffe für eine Spielzeugmesse, einen überdimensionalen Dinosaurier und ein Bett, auf dem man wirklich auch liegen konnte.

Von 11 bis 19 Uhr arbeitete er am Freitag am Nabburger Tor, um 20 und 21.30 Uhr trat er mit zwei Shows auf: Als lebender Flummi in einem Riesenballon auf der Bühne. "Es hat ganz viel Spaß gemacht", sagte er am späten Freitagabend über sein Engagement bei der Luftnacht. Sehr gut gefiel ihm auch der Auftritt der französischen Gruppe Compagnie de Quidams auf dem Marktplatz. "Sehr toll", urteilte er. (san)
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