Sozialpsychiatrisches Zentrum sucht neue Laienhelfer
„Der Funke muss ja überspringen“

Yoga gegen Stress: Die Übungen mit Psychologin Dragana Lalic (Zweite von links) vom Sozialpsychiatrischen Zentrum und dessen Leiterin Heidi Himmelhuber (Zweite von rechts) machten den ehrenamtlichen Helfern bei der jüngsten Schulung erkennbar viel Spaß. Bild: hfz

Geld ist das Thema, das Heidi Himmelhuber als letztes einfällt, wenn sie über ihre Ehrenamtlichen spricht. Es gibt schon welches für die Laienhelfer, die sich im Sozialpsychiatrischen Zentrum (SPZ) in Amberg engagieren, aber - dessen Leiterin sagt es fast etwas verschämt - die Höhe hat sich seit 30 Jahren nicht geändert, liegt bei 155 Euro.

Doch zum Glück für Heidi Himmelhuber ist die Vergütung für keinen der 35 ehrenamtlichen Mitarbeiter ein Argument. Sie weiß ja ohnehin: "Die sind unbezahlbar." Ob es nun die 25-Jährige ist, die alle mit ihrer Frische mitnimmt - "wenn die in die Gruppe Lichtblick kommt, hat man das Gefühl, die Sonne geht auf". Oder diejenigen, die das schon seit mehr als 30 Jahren machen. Sie sind für die SPZ-Leiterin der Beleg, dass die Beschäftigung mit psychisch Kranken oder Senioren mit beginnender Demenz auch den Helfern etwas bringt: "Der Funke muss ja überspringen, sonst blieben sie nicht so lange." Tatsächlich höre sie von den Ehrenamtlichen immer wieder: "Wir bekommen ganz viel zurück."

Jetzt hören allerdings einige aus Altersgründen auf, so dass Heidi Himmelhuber dringend Leute sucht, die vor allem in der Tagesstätte des Fachbereichs Gerontopsychiatrie kleine Aufgaben übernehmen möchten. Deren Interessen und Begabungen sollen dabei Richtschnur sein. Wer etwa gerne malt oder mit Holz arbeitet, kann das gerne einbringen. Auch alle anderen Ideen sind erst einmal willkommen - "wir sagen schon, was wir brauchen können". Wichtig ist: Es soll auch dem Helfer Spaß machen. Das kann in der Frühstücksgruppe sein, wo man etwas isst, sich unterhält und zwanglos die Gemeinschaft pflegt. Oder beim Fahrdienst, wo mit Dienstautos die Klienten des SPZ abgeholt werden. In der Aktivgruppe (sie geht regelmäßig raus, unternimmt sogar Ausflüge), der Werkgruppe oder beim Sportangebot.

Wer sich hier engagieren will, bekommt von den SPZ-Profis jegliche Unterstützung. Nicht nur eine Einführung und Anleitung, sondern auch regelmäßige Fortbildungen. "Wir achten sehr genau darauf, dass die Laienhelfer nicht ausbrennen", sagt Heidi Himmelhuber. Bei der jüngsten Fortbildung ging es - wie von den Ehrenamtlichen gewünscht - um Erste Hilfe bzw. Erstintervention bei psychisch kranken Menschen sowie den Umgang mit Stress bei den Helfern selbst. "Wir wollen ja, dass sie weiterhin mit Freude dabei bleiben", begründet Heidi Himmelhuber diese Auswahl. Wer Interesse an einer Tätigkeit als Laienhelfer hat, kann sich beim SPZ unter Telefon 09621/3724-0 melden.
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