Sportheim-Wirt muss aus gesundheitlichen Gründen passen
"Metin für alles" hört am Bergsteig auf

Metin Türksever (rechts) war am Bergsteig 13 Jahre lang Wirt des Sportheims und in vielen weiteren Funktionen tätig. Aus gesundheitlichen Gründen musste er Vorsitzender Michaela Scheler (links) mitteilen, dem Verein künftig nur noch als normales Mitglied und Zuschauer zur Seite stehen zu können. Bild: Steinbacher
Torjäger, Trainer aller drei Herrenmannschaften, Sportlicher Leiter, Platzwart, Sparten-Chef, Vorstandsmitglied, Mitorganisator von so beliebten Veranstaltungen wie Beach-Soccer oder Pater-Küting-Gedächtnis-Turnier und zuletzt 13 Jahre Wirt des Vereinsheims - Fußball-Kreisligist SV Inter Bergsteig konnte und wollte nicht auf Metin Türksever verzichten. Das muss er ab sofort aber: "Ich bin jetzt nur noch Mitglied und Zuschauer. Das hatte ich so noch nie." Der gebürtige Türke, der im Alter von einem Jahr mit seinen Eltern nach Amberg kam und seitdem am Bergsteig lebt, muss aus gesundheitlichen Gründen passen.

Nach einem Kreuzbandriss, drei Operationen, einer nicht optimal verlaufenen Reha und immer wieder auftretenden Rückenproblemen hat der 49-Jährige nun einen Rentenantrag gestellt und Inter-Vorsitzender Michaela Scheler mitgeteilt, nicht länger hinter der Theke oder in der Küche stehen zu können. Auch für weitere Aufgaben komme er nicht mehr infrage, sagt der Familienvater: "Ich war seit 2002 ununterbrochen für den Verein da. Jetzt ist es an der Zeit, kürzerzutreten." Ursprünglich hatte Türksever bereits im Oktober vor, als Vereinswirt aufzuhören, doch Scheler überzeugte ihn davon, erst abzudanken, wenn klar ist, wie es weitergeht. Da mit Larissa Haupt eine Nachfolgerin gefunden ist, setzt sich der Vereinswirt, der anfangs keiner sein wollte, jetzt zur Ruhe: "Ich bin ein guter Esser, aber kein Koch."

Das Ende Januar verstorbene Ehrenmitglied Josef Dudala (wir berichteten) hatte ihn damals mehr oder weniger zwangsverpflichtet: "Du machst jetzt das Sportheim!" Türksever, der sein Geld zu dieser Zeit als Fahrer von Tanklastern verdiente, willigte ein und schaffte es mit Unterstützung seiner Frau Sibel , seine Gäste zu versorgen und einen Lieferservice aufzubauen.
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