Stadt prämiert Kunstwerke des Umwelt-Bastelwettbewerbs
Vier-Meter-Teppich aus Plastiktüten

Bürgermeisterin Brigitte Netta (links), Umweltreferent Dr. Bernhard Mitko (Vierter von links), Sachgebietsleiter Matthias Seuffert und Abfallberaterin Susanne Uschold (von rechts) präsentierten mit den Siegern des Gewinnspiels den Teppich aus Plastiktüten. Bild: hfz

Ein Teppich aus Plastiktüten: Das war nur eines von vielen ideenreichen Kunstwerken, die beim Bastelwettbewerb der städtischen Abfallberatung zum Thema Plastiktüten eingereicht wurden. Die Sieger des Abfuhrkalendergewinnspiels bekamen nun im Rathaus ihre Preise überreicht. "Das Einzige, was länger dauert als die Diskussion um die Abschaffung der Plastiktüte, ist ihr Abbau im Meer", sagte Bürgermeisterin Brigitte Netta mit Blick auf die Ausstellung "Plastiktüte? Nein, danke!", die im Zuge der europäischen Woche der Abfallvermeidung im November in der Stadtbibliothek gezeigt wurde. Die Abfallberatung hatte begleitend dazu den Wettbewerb ausgelobt.

Die Gewinner hießen am Ende Ilse Metzig und Katharina Schmaußer, die mit Stadttheater- und Kufü-Gutscheinen belohnt wurden. Viel Lob bekam der vier Meter lange Teppich aus Plastiktüten, der bei der Verlosung laut Stadt nicht berücksichtigt werden konnte, weil die Bastlerin inzwischen verstorben war. Im Abfuhrkalender-Gewinnspiel mussten die Teilnehmer im sogenannten Schlangenspiel sechs Begriffe herausfinden und diese in einem Lückentext richtig platzieren. Die Lösung lautete: "Batterien sind ein Wertstoff, der nicht in der Mülltonne entsorgt werden darf, sondern dem Recycling zugeführt werden muss."

Die Abfallberatung zählte über 350 Einsendungen per Mail und Postkarte. Der Hauptgewinn, ein I-Pad mini, ging an Reiner Hemrich. Er stammt aus dem Interseroh-System "Meike der Sammeldrache". In Ämtern, Wertstoffhöfen und Schulen stehen grüne Boxen mit dem Bild des Sammeldrachens für die Abgabe von wiederbefüllbaren Tonerkartuschen und Tintenpatronen. Die Stadt bekommt für volle Behälter Umweltpunkte, die in Preise eingelöst werden können. Ein weitere Gewinn war eine Wanduhr aus einer alten Schallplatte von einem Berliner Recyclingkünstler, die Eva Apfelbacher ergatterte. Je zwei Eintrittskarten fürs Stadttheater erhielten Alfred Kleierl, Angelika Wittig und Josefine Lacher.
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