Stadt und OTH entwickeln gemeinsam Wegweiser für Senioren
Leitfaden 50plus auf gutem Weg

Ambergs Seniorenbeauftragter Herbert Holler, Professor Martin Frey von der OTH und Referatsleiter Dr. Harald Knerer-Brütting (von links) präsentierten das Ergebnis der Kooperation von Stadt und Hochschule. Bild: hfz

Was wünschen sich die Amberger von einem guten "Wegweiser 50plus"? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Kooperationsprojektes von Stadt und Ostbayerischer Technischer Hochschule. Jetzt gibt es eine Antwort.

Professor Martin Frey hatte sich zusammen mit seinen Studierenden bei einem Innovationsworkshop dieser Aufgabe angenommen. Sie eröffnete dem akademischen Nachwuchs gleichzeitig die Möglichkeit, ganz praktisch in den nutzerorientierten Gestaltungsprozess, das sogenannte Design-Thinking und die Recherchearbeit einzusteigen. "Wiederholt wurde dabei deutlich, dass alle Seiten von dieser Zusammenarbeit bestens profitiert haben", zog der städtische Referent für Jugend, Senioren und Soziales, Dr. Harald Knerer-Brütting, nun bei der Vorstellung des Arbeitsergebnisses Bilanz.

Kritik darf nicht fehlen


So hätten die Befragten - insgesamt neun Leute fortgeschrittenen Alters oder mit Behinderung - in Interviews die Möglichkeit erhalten, sich und ihre persönliche Situation detailliert darzustellen und kundzutun, was sie sich von der Stadt in Bezug auf das Informationsangebot, aber auch hinsichtlich ihrer alltäglichen Bedürfnisse erwarten.

Die dabei gewonnenen Erkenntnisse, aber auch die Vorgehensweise der Hochschüler - laut Presseinfo wurden ebenso gezielt Kritiker zu ihrer Meinung und ihren Vorschlägen befragt - haben für die Seniorenarbeit wertvolle Hinweise geliefert, zitiert die Mitteilung den Referatsleiter weiter. Nicht zuletzt hätten gleichermaßen die Studenten Interessantes erfahren, ergänzt der Seniorenbeauftragte der Stadt, Herbert Holler. "Sie haben einiges fürs Leben gelernt."

Auch Studenten profitieren


"Eine Bereicherung war für sie des Weiteren die Tatsache, dass unsere theoretischen Lehrinhalte mit Beispielen aus der Praxis untermauert werden konnten", betonte Frey. Nach seiner Auskunft ist eine ganze Reihe von Themen und Problemen aufgetaucht, mit denen man in dieser Form nicht gerechnet habe. So seien vor allem die Fragen nach konkreter Unterstützung im Alltag und nach sozialen Kontakten in den Vordergrund gerückt, während der Wunsch nach einer reinen Informationsbörse eher eine untergeordnete Rolle gespielt habe.

Auch dadurch habe die Stadt "mit dieser Zusammenfassung eine ausgezeichnete Grundlage für die Erstellung ihres neuen 50plus-Wegweisers erhalten, auf deren Basis nun eine Agentur mit der Gestaltungsaufgabe betraut werden kann". Die Verantwortung für den redaktionellen Inhalt wird hingegen in Händen des städtischen Sozialreferates liegen, das aufgrund der vorliegenden Ergebnisse laut Presseinformation aber auch noch weitere Maßnahmen in Angriff nehmen will.
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