Tierschutzvereins-Vorsitzende Sabine Falk über den Fall der ertränkten Hasen
„Niemand braucht ein Tier umbringen“

Mit 39 Kaninchen ist die entsprechende Abteilung im Amberger Tierheim zwar derzeit schon überfüllt, doch hier wird kein Tier abgewiesen. "Wir finden immer eine Lösung", sagt Sabine Falk, die Vorsitzende des Tierschutzvereins. Deshalb ist sie auch so erschüttert über die jungen Hasen, die im Gewässer einer Sandgrube ertränkt wurden. Von den Kaninchen, die derzeit im Tierheim untergebracht sind, wurden ihm 16 vom Veterinäramt aus schlechter Haltung zugewiesen. Die meisten anderen waren ausgesetzt, einige wur

Die Meldung in der AZ hat Sabine Falk den Schlaf geraubt: ein Dutzend junge Hasen, die in einem Stoffbeutel bei den Sandgruben an der B 85 (vermutlich) ertränkt wurden. Dabei wäre es so einfach gewesen, das Leben der Tiere zu retten, sagt die Vorsitzende des Tierschutzvereins.

Es hätte den Besitzer der Hasen einen Anruf im Tierheim gekostet. "Aber es hat sich niemand gemeldet, dass er Hasen abgeben möchte." Zwar sind im Tierheim schon 39, womit die Abteilung eigentlich überfüllt ist, "aber wir hätten sie auf jeden Fall genommen". Man versuche dann zuerst, sie an andere Tierheime abzugeben. Klappe das nicht, starte man einen Hilferuf über den Deutschen Tierschutzbund, der immer zu einer Lösung führe. "Niemand braucht ein Tier umbringen, dafür sind ja wir als Tierschutzverein da." Heuer wurden im Heim bereits knapp 300 Fundtiere abgegeben, während es im gesamten Vorjahr nur 400 waren. Die Zahl der Katzen ist inzwischen durch die Geburten auf 171 explodiert. Die jüngsten Neuzugänge sind ein Kaninchen, das in der Othmayrstraße unter einem Auto saß, sowie zwei Degus - Strauchratten aus Chile, die bei Vilseck gefunden wurden.
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