Titelträger verraten ihre Geheimnisse
So wird man Europameister

Stefan Weiß mit seinen Siegertieren aus dem Jahr 2012. Bild: ct

Unsere EM-Fußballer spielen am Donnerstagabend gegen Polen. Bis zum Titel ist es noch ein weiter Weg. Worauf es dabei ankommt, erklären drei amtierende Europameister aus der Region.

"Man muss halt die besten Tiere haben", gibt Hühnerzüchter Stefan Weiß zu verstehen. Bereits zweimal ist er Europameister in der Kategorie Deutsches Lachshuhn geworden. Wichtig sei die Ernährung der Hühnermannschaft über das Jahr. "Ich habe zum Beispiel Bierhefe gefüttert, so dass das Gefieder schön glänzt", erklärt der Vorsitzende des Geflügelzuchtvereins Vilseck. Am Wettkampftag selber könne man eigentlich nicht mehr so viel machen.

Vorbereitung A und O


2015 war die Europameisterschaft in Metz, nahe Saarbrücken. Mit Wettbewerben in Frankreich hat Weiß deshalb Erfahrung: "Eine gute Anreise ist wichtig. Die größte Herausforderung war es, die Tiere hinzubringen." Die Lachshühner würden dann gewaschen und frisiert. "Und dann dürfen sie halt keinen schlechten Tag haben", meint der Züchter. "Die Vorbereitung ist das A und O", möchte er der deutschen Fußball-Nationalmannschaft mit auf den Weg geben. "Nur die Vorbereitung."

Auch Willi Preuß braucht eine gute Tagesform bei seinen Wettbewerben: Er ist Europameister in der Kategorie "Vollbart naturale mit gestyltem Oberlippenbart". Beim Wettkampf kämen die Vollbärte am Schluss dran, erklärt er. Er müsse penibel darauf achten, dass sich nichts in seinem Bart verfange. Deshalb müsse er ordentlich frühstücken und könne dann nichts mehr essen, bis der Wettbewerb am Abend vorbei ist. Der Vorsitzende des Ostbayerischen Bartclubs achtet das ganze Jahr darauf, die Richtlinien einzuhalten. "Man muss den Bart das ganze Jahr pflegen. Auf den Clubstammtischen unterhalten wir uns über Pflege und Styling."

Cool bleiben


Seinen Geheimtipp verrät Preuß auch: "Einen schönen Bart kann jeder haben, aber man muss auch wissen, wie man ihn präsentiert." Der Europameister sagt, er bleibe vor jedem einzelnen Jurymitglied stehen, bis dieses ihm signalisiere, seine Bewertung abgegeben zu haben. "Ich lächle. Mit den Damen versuche ich ein bisschen zu flirten. Wenn mich einer nicht anschaut, bleibe ich so lange stehen, bis er das tut. Das lernt man mit den Jahren. Viele halten das nicht aus und wollen schnell wieder von der Bühne runter." Sein Tipp, wie Löws Mannschaft in die Spiele gehen soll: "Lächeln, und ganz cool."

"Egal, was passiert, ob ich weiterkomme oder nicht, ich gebe mein Bestes." Das müsse die Einstellung sein, wenn man Europameister werden möchte. So sieht es Diana Schriml, die heuer den europäischen Titel im Karaoke gewonnen hat.

Wandelbar sein


"Das Schwierigste ist, dass man ruhig bleibt. Man darf sich nicht davon ablenken lassen, was die anderen machen. Dann kann man auch selbst zeigen, was man drauf hat." Bei dem Wettbewerb in Sankt Petersburg hat die Ambergerin Altbewährtes mit Neuem verknüpft: "Ich habe die Songs genommen, die ich schon kannte. Dann habe ich nur die Performance geübt. Ich war gut drin."

Der Wettbewerb verlangte von der Sängerin, verschiedene Stilrichtungen zu präsentieren: "Ich habe mich zwischen den Songs umgezogen, ich habe etwas Rockiges gesungen, dann Soul. Es ging von Power bis Gefühl." Ihr Tipp für die Nationalmannschaft: "Man muss möglichst viel von sich zeigen. Man muss beweisen, dass man wandelbar und flexibel ist."
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