Umsatz des Eine-Welt-Ladens liegt um vier Prozent zu
Fairer Handel immer beliebter

Markus Lacher, Margareta Köllinger und Helmut Kollhoff (von links) bleiben an der Spitze des Eine Welt-Laden-Vereins. Rechts Bürgermeisterin Brigitte Netta, deren Vater Heinz einer von Kollhoffs Vorgängern war. Bild: hfz

Der Eine-Welt-Laden macht die Stadt zur Vorreiterin beim fairen Handel. Das wurde bei der Mitgliederversammlung deutlich. Vorsitzender Helmut Kollhoff und Kassier Markus Lacher warteten laut einer Pressemitteilung mit erfreulichen Zahlen auf, heißt es. Der Verkauf im Laden liege weiterhin auf einem guten Niveau. 2016 sei bisher im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von vier Prozent zu verzeichnen. Amberg liegt laut Kollhoff damit auch im Trend. Bundesweit habe sich der mit fairem Handel erzielte Umsatz seit 2013 verdoppelt - auf eine Milliarde Euro, so der Vorsitzende.

Auf große Resonanz seien auch verschiedene Aktionen gestoßen. So zum Beispiel ein Verkaufsstand auf dem Marktplatz, bei dem die Passanten über Projekte des fairen Handels und der Produzenten informiert wurden. Kollhoff würdigte bei dieser Gelegenheit das Engagement der vielen Ehrenamtlichen. Kassier Markus Lacher ging auf die finanzielle Situation des Vereins ein und meldete acht Neuzugänge, was die Zahl der Mitglieder auf 117 habe steigen lassen.

Helmut Kollhoff legte Wert auf die Feststellung, dass die Mitgliedsbeiträge und die Gewinne aus den Verkäufen zum Großteil gespendet würden. Das Laden-Team unterstütze Initiativen, die im Sinne des fairen Handels tätig sind und Menschen aus Randgruppen fördern, um diesen den Zugang zu Bildung und ein eigenes Einkommen zu verschaffen. Bei den Neuwahlen wurde das bisherige Führungsteam bestätigt: Helmut Kollhoff bleibt Vorsitzender sowie Margareta Köllinger und Monika Rambach seine Stellvertreterinnen. Markus Lacher kümmert sich weiterhin um die Vereinsfinanzen.

Nicht ohne Stolz fügte Kollhoff hinzu, dass aus der einstigen Keimzelle Eine-Welt-Laden durch die Initiative vieler Akteure mittlerweile Großes gewachsen sei. Die Fairtrade-Stadt Amberg sei zu einem Motor und Vorreiter geworden. Als Beispiel nannte der Vorsitzende die Bildungsarbeit an Schulen, die stark ausgeweitet worden sei. Bereits im Dezember werde der Titel Fairtrade-Schule zum vierten Mal vergeben. Die Ostbayerische Technische Hochschule habe ihre Bewerbung zur Fairtrade-University ebenfalls auf den Weg gebracht.

Der Vorsitzende stellte zudem die Initiative "Zukunftsakademie - Lernen global" vor, die Bildungsarbeit professionalisieren und auf eine breitere Basis stellen soll. Kollhoff: "Ziel ist es, über alle Altersstufen hinweg kontinuierlich ein Bewusstsein dafür zu schaffen, welche Auswirkungen unser eigenes Konsumieren und Wirtschaften auf die Umwelt und die Menschen in den ärmeren Ländern des Südens hat." Die Schüler sollten angeregt werden, über Handlungsalternativen nachzudenken und eine gerechtere Welt mitzugestalten.

Ziel ist es, über alle Altersstufen hinweg kontinuierlich ein Bewusstsein dafür zu schaffen, welche Auswirkungen unser eigenes Konsumieren und Wirtschaften auf die Umwelt und die Menschen in den ärmeren Ländern des Südens hat.Helmut Kollhoff, Chef des Eine-Welt-Ladens, über die Arbeit an den Schulen
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