Urgestein des ACA fordert mehr Aktivitäten
Automobil-Club will neu durchstarten

In ihren Ämtern bestätigt wurden neben weiteren Vorstandsmitgliedern 2. Vorsitzender und Sportleiter Volker Lay (links) und Dr. Werner Weiß (rechts). Bild: gf

"So kann es mit dem ADAC-Ortsclub nicht weitergehen." Das waren klare Worte von Hans-Werner Hubmann, einem Urgestein des 1. Automobil-Clubs Amberg im ADAC, bei der Mitgliederversammlung im Rußwurmhaus. Es reicht nach seiner Ansicht nicht aus, wenn sich der Vorstand regelmäßig trifft - besser wären Clubabende, eventuell im Zwei-Monats-Turnus, bei denen aktuelle Themen abgearbeitet werden sollten.

Hubmann regte an, dass sich der 1. ACA mit Verkehrsproblemen in Amberg befassen müsse, die Entsendung eines Vertreters in den Verkehrsausschuss der Stadt reiche keinesfalls aus. Der ADAC-Ortsclub könne auch Angebote für Kinder und Jugendliche ins Programm aufnehmen. Vor seiner konstruktiven Kritik hatte Hans-Werner Hubmann stellvertretend für Günther Oberhofer den Kassenbericht abgeliefert und als Revisor festgestellt, dass der ACA finanziell durchaus gut dastehe.

Lay bleibt Sportleiter


Zügig gingen die Neuwahlen über die Bühne - mit keineswegs überraschendem Ausgang, denn Volker Lay bleibt weiterhin 2. Vorsitzender und Sportleiter. Bestätigt in ihren Ämtern wurden auch Schatzmeister Günther Oberhofer und Beisitzer Dr. Werner Weiß. Als Kassenrevisoren wurden Hans-Werner Hubmann und Max Alscher bestellt.

Über "Diesel-Gate" informierte Rechtsanwalt Wolfgang Hottner und meinte, dass in Deutschland gut 800 000 Fahrzeuge betroffen seien, deren Abgaswerte mit Mogel-Software manipuliert worden seien. Erstaunlich ist für ihn, dass die Verantwortlichen im VW-Konzern überhaupt kein Unrechtsbewusstsein hätten, obwohl eindeutig feststehe, dass die beim Fahrzeugkauf zugesicherte Beschaffenheitsvereinbarung wissentlich nicht eingehalten wurde.

VW mache es sich leicht, und schiebe die Verantwortung den Händlern zu. Derzeit ist laut Wolfgang Hottner völlig offen, ob der Mangel an betroffenen Autos überhaupt beseitigt werden kann. Wie es mit dem Mehrverbrauch aussehe, sei ebenso ungeklärt.

Wertverlust für Mogelkisten


Hottner stellte klar, dass bei den betroffenen Dieselfahrzeugen die vom Kraftfahrtbundesamt erteilte Betriebserlaubnis nicht erloschen sei und dass diese Autos auch in Umweltzonen bewegt werden dürften. Wenn sie einmal in den Gebrauchtwagenmarkt gelangten, würden die Besitzer wohl mit einer Wertminderung ihrer "Mogelkiste" rechnen müssen. Zwei aktuelle Landgerichtsurteile haben sich laut Hottner gegen den Endverbraucher ausgesprochen, aber obergerichtliche Entscheidungen stünden noch aus.

Der Amberger Rechtsanwalt konnte die Haltung des ADAC nicht nachvollziehen, der sich aus der Sache raushalte und seinen Mitgliedern nur eine Kontrolle durch den ADAC-Prüfdienst nach einer Nachbesserung anbiete. Das Schlimmste, so Hottner: "Die Politik schweigt."

Aktuelles ProgrammFür das laufende Jahr kündigte 2. ACA-Vorsitzender Volker Lay wieder einige Motorradausfahrten an, ferner ein clubinternes Fahrsicherheitstraining im August für Motorradfahrer im ADAC-Zentrum in Schlüsselfeld. In Planung sei auch ein Clubabend mit dem Thema "Kommunale Verkehrsüberwachung". (gfr)
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